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Knapp 46 Prozent aller Straftaten werden aufgeklärt

Weniger Einbrüche und Diebstähle in Haltern

Der Kriminalitätsbericht für Haltern weist überwiegend positive Entwicklungen bei der Aufklärung von Straftaten auf. Dazu haben nicht zuletzt die Bürger beigetragen.

HALTERN

, 07.03.2018
Knapp 46 Prozent aller Straftaten werden aufgeklärt

Die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen in Haltern liegt bei knapp 56 Prozent. © picture alliance / Silas Stein/d

Im Januar 2017 ging der Polizei eine dreiköpfige Diebesbande ins Netz. Den drei jungen Albanern (19/20/25) konnten mehr als 20 Wohnungseinbrüche in der Region, darunter auch in Haltern, nachgewiesen werden. Die Täter waren bei Personen- und Wohnungsdurchsuchungen dingfest gemacht worden, weil zwei von ihnen Handys bei sich trugen, die von Einbrüchen in der Seestadt stammten.

Im April dann fasste die Polizei einen 45-jährigen Marler und seinen Sohn (23) aus Gelsenkirchen. Beiden konnten ebenfalls mehr als 20 Wohnungseinbrüche, auch in Haltern, zugeordnet werden. Wenn Serientäter auffliegen und damit für eine Reihe von Delikten verantwortlich gemacht werden können, steigt zugleich die Aufklärungsquote. Das ist in Haltern der Fall.

Die Aufklärungsquote der Straftaten ist in Haltern überdurchschnittlich

Der Kriminalitätsbericht 2017 weist diesbezüglich erfreuliche Zahlen auf: Knapp 46 Prozent aller Straftaten konnten in Haltern aufgeklärt werden (2016: 38 Prozent). Bei den Wohnungseinbrüchen lag die Quote sogar bei knapp 56 Prozent. „Damit liegt die Stadt im kreisweiten Vergleich deutlich über dem Behördendurchschnitt“, stellte Andreas Wilming-Weber am Mittwoch auf Nachfrage fest. Nach Angaben des Sprechers des Polizeipräsidiums Recklinghausen liegt das auch an der Unterstützung durch die Bevölkerung. Wilming-Weber: „Es gibt ein erhöhtes Hinweisaufkommen durch die Bürger.“ 15.000 Hinweise habe es 2017 im Kreis gegeben.

Und noch eine gute Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr um knapp neun Prozent auf 158 zurückgegangen (2016: 183).

Die Zahl der Körperverletzungen hat zugenommen

Häufiger registriert wurden dagegen Ladendiebstähle – die Zahl stieg auf 62 (53). 81 Prozent wurden aufgeklärt. Die Zahl der Taschendiebstähle sank von 55 auf 43 – nur zwei Prozent wurden aufgeklärt. Die Summe sämtlicher Diebstahlsdelikte sank von 1182 auf 1076 (minus 9 Prozent).

Unter „Umweltkriminalität“ fasst die Polizei wilde Müllkippen oder auch illegales Entsorgen von Öl oder Elektro-Geräten zusammen – elf Fälle sind gemeldet, nach fünf im Vorjahr.

Insgesamt rückläufig ist die Straßenkriminalität – also Delikte, die auf offener Straße begangen werden und die Öffentlichkeit durch Gewalt und Aggression direkt beeinflussen. 765 Straftaten sind hier verzeichnet – 74 weniger als 2016.

Dennoch ist hinsichtlich gefährlicher und schwerer Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen ein Anstieg von 27 auf 37 festzustellen. Überhaupt verzeichnet die Polizei bei Körperverletzungsdelikten einen deutlichen Anstieg – von 155 auf 191 (+ 23 Prozent).

Aus Fahrzeugen wurde weniger gestohlen (2017: 145; 2016: 209), auch Sachbeschädigungen nahmen ab (127/109). Der komplette Diebstahl von Kraftfahrzeugen aber stieg von 13 auf 20.

Fazit: Bei der Gesamtzahl aller Straftaten vermerkt die Polizei zwar einen Anstieg von 2336 und 2418 – im Zehnjahresvergleich ist dies aber der drittniedrigste Wert. 2008 lag die Zahl noch beispielsweise bei 2647.

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