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Kinder öffnen die Büchse der Pandora

HALTERN Oh Gott, die Götter: Was passiert, wenn sich „die da oben“ in die Geschicke der Menschheit einmischen, das untersuchen jetzt acht Kinder beim Theaterworkshop im Römermuseum.

von Von Bianca Belouanas

, 08.10.2008
Kinder öffnen die Büchse der Pandora

Tobias Ehrlich übt im Römermuseum für das Theaterstück "Oh Gott, die Götter".

Schon Pandora hat laut griechischer Mythologie so ihre Erfahrungen mit den Gottheiten gemacht: Hätten die Allmächtigen sie nicht neben all ihren Gaben mit der Neugierde ausgestattet, hätte sie niemals das Verbot gebrochen und die geheime Büchse geöffnet. Alle Übel der Menschheit – Krankheit, Hunger, Tod – kamen daraus in die Welt. Nur das letzte Ungeheuer, die Vorsehung, konnte Pandora noch einsperren, so dass den Menschen seither immerhin die Hoffnung geblieben ist. Aus diesem Mythos basteln dieser Tage acht- bis zwölfjährige Kinder ein Theaterstück. Vier Tage dauert ihr Workshop bei Theaterpädagogin Marianne Gorissen (42). „Die Kinder kennen die Geschichte und entwickeln daraus ihre eigenen Dialoge. Was am Ende dabei herauskommt, weiß man vorher nicht. Das kann auch eine Geistergeschichte oder ein Krimi sein“, erklärt Gorissen.

Längst hat die Gruppe die Lockerungsübungen hinter sich. Alle haben Grimassen geschnitten, sich gegenseitig als Tomaten und Gurken beschimpft und sind als Indiana Jones durch den Saal gerobbt. Jetzt geht es daran, die einzelnen Rollen zu entwickeln, Kostüme auszuwählen und das Bühnenbild zu gestalten. Melinea (9) genießt es, sich durch das Theater „in eine andere Welt reinziehen“ zu lassen. Bei der kostenlosen Aufführung am Freitag wollen alle ihren Eltern und Verwandten zeigen, was sie gelernt haben. Beginn ist um 12 Uhr im Römermuseum

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