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German Tenors begeisterten in der Erlöserkirche

HALTERN Neuerdings gastieren sie gern in Kirchen. Die „German Tenors“ nutzten am Sonntagnachmittag die hervorragende Akustik der Erlöserkirche für ihre Hommage an Luciano Pavarotti.

von Von Ellen Adam

, 06.10.2008
German Tenors begeisterten in der Erlöserkirche

Mit ihrer lockeren und humorvollen Art, die italienische Oper zu präsentieren, begeisterten die German Tenors das Publikum in der Erlöserkirche (v.l.): Luis del Rio, Johannes Groß und Christian Polus.

Johannes Groß, Christian Polus und Luis del Rio brachten das fast voll besetzte Kirchenschiff zum Bersten. „Sie sind ja gar nicht so zurück haltern…“, scherzte Christian Polus am Ende, als Trampeln, stehende Ovationen und anerkennende Pfiffe von der Begeisterung des Publikums zeugten.

Schließlich gab es sogar Rosen von weiblichen Fans. Viele waren nach dem Februar-Konzert der „German Tenors“ in der Schulaula zum zweiten Mal dabei. Angereist waren die drei Tenöre wie immer mit kleinem Gepäck und großartigen Stimmen – ohne Verstärkeranlage, nur mit einem Mikrofon für die Moderation. Und mit ihrem fantastischen Pianisten Manfred Maurer und seinem Flügel – treue Begleiter seit elf Jahren.

1997 gründeten sich die German Tenors – und sie haben über die Jahre kein bisschen Charme eingebüßt. Heute mehr denn je greift jeder der drei zum Mikrofon, um lässig, witzig und kurzweilig die musikalische Reise des Abends zu erläutern. Im Mittelpunkt des Programms steht immer wieder Luciano Pavarotti, der am 6. September 2007 starb und insbesondere die italienische Canzone liebte.  

Für seinen letzten Gruß an den größten Tenor aller Zeiten mit dem deutschen „My Way“ erntete Christian Polus viel Beifall aus dem Publikum. Das „O sole mio“ klang aus dem Munde von Johannes Groß, der immerhin rund 80 kg weniger Gewicht habe als Pavarotti, wie er schmunzelnd bemerkte, nicht weniger grandios. „La donna è mobile“ intonierten die großartigen Sänger sogar gemeinsam mit dem Publikum. Immer wieder kamen sie auf Francesco Paolo Tosti zurück, dem Lieblingskomponisten von Pavarotti. Auch die berühmte Arie „Granada“ von Lara durfte nicht fehlen.

Doch das Finale setzte dem etwas anderen Klassikkonzert die Krone auf. Die drei Tenöre sind zum Anfassen, sie tanzen und wirbeln, gehen quer durch die Sitzreihen und machen auch vor Operetten- und Musicalmelodien nicht Halt. Wenn Johannes Groß sich dann bei „Hello Dolly“ die Jacke von Leib reist, um seinen tänzerischen Fähigkeiten freien Lauf zu lassen, ist der Siedepunkt erreicht.

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