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Doppelte Verträge sorgen für Unsicherheit

Glasfaser-Ausbau hat Haltern-Mitte erreicht

Der Glasfaser-Ausbau hat die Halterner Innenstadt erreicht, in den kommenden Wochen und Monaten wird auch in der Fußgängerzone gebuddelt. Bei einigen Unternehmen herrscht aber Unsicherheit. So läuft‘s, wenn man woanders Internet-Verträge verlängern muss, bevor die Glasfaser fertig ist.

HALTERN

, 13.06.2018
Doppelte Verträge sorgen für Unsicherheit

An der Rekumer Straße werden die Leerrohre aktuell verlegt. © Kevin Kindel

Auf der Rekumer Straße sind bereits die ersten Baugruben ausgehoben. An anderen Stellen, etwa am Richthof werden gleichzeitig mit den Leerrohren der Deutschen Glasfaser auch Gasleitungen der Stadtwerke verlegt. Bei einigen Kaufleuten der Innenstadt kamen Nachfragen auf, was es mit Kündigungsschreiben der Telekom auf sich hat, berichtet Christoph Kleinefeld, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Haltern handelt. Seit Jahren plant die Telekom, ihr Netz zu digitalisieren, dafür sollen die Kunden auch Tarife wechseln. Mehrmals wurden die Kunden angeschrieben, wer nicht reagierte, dem wurde die Kündigung angekündigt.

Zwei-Jahres-Vertrag

Oliver Entrop berät die Kunden in seinem Mobilfunkgeschäft am Markt und ist zertifizierter Partner der Firma Deutsche Glasfaser. Für seinen eigenen Laden sei er Anfang des Jahres angeschrieben worden, im April schloss er einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bei der Telekom ab. „Es gibt aber auch Anbieter, bei denen die Kündigung monatsweise möglich ist“, erzählt er. Entrop stellt klar: „Doppelt bezahlen muss niemand.“ Auch nicht wenn die Deutsche Glasfaser die Hausanschlüsse fertig gestellt hat.

Kostenlose Glasfaser

Anhand seines eigenen Beispiels erklärt Oliver Entrop: „Wir haben jetzt einen neuen Telekom-Vertrag bis April 2020. Nehmen wir fiktiv an, unser Glasfaser-Anschluss wird zum Oktober 2018 fertig. Dann schaltet die Deutsche Glasfaser den Anschluss aber erst ein Jahr vor Ende des Telekom-Vertrags frei, also im April 2019.“ Von da an sei die Nutzung der Deutschen Glasfaser ein Jahr lang kostenlos, bis der Telekom-Vertrag ausläuft. Entrop und seine Mitarbeiter könnten in diesem Beispiel von Oktober bis April sechs Monate lang nur „die letzte Kupfermeile“ der Telekom nutzen, obwohl der Glasfaser-Anschluss dann schon gemacht wurde.

Wer vor Kurzem einen neuen Telekom-Tarif abschloss, habe also keine Versorgungslücke und keine doppelten Kosten, könne die schnelle Glasfaser-Technologie nur erst einige Monate später nutzen.

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