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Am Fuße des Vesuv ließ es sich gut leben

Haltern Das Römermuseum schafft Platz für den Luxus.

29.06.2007

Am Montag (2.7.) schließen sich für sechs Wochen die Türen, um die kommende spektakuläre Ausstellung vorzubereiten. Für Dr. Rudolf Aßkamp und seinem Team beginnt folglich Montag eine arbeitsintensive Zeit. «Vor zwei Jahren haben wir die Geschichte einer Katastrophe gezeigt, jetzt werfen wir einen Blick auf das ungetrübte Luxusleben der römischen Oberschicht im zweiten Jahrhundert», reist die wissenschaftliche Referentin für Museumspädagogik, Renate Wiechers, gedanklich schon zurück. Bis zum 15. August schafft das Museumsteam Raum für «Luxus und Dekadenz», für 170 Exponate wie Wandmalereien, Goldschmuck und Skulpturen.

Mildes Klima, atemberaubende Ausblicke, fruchtbares Ackerland und Sonne satt - am Fuße des Vesuv ließ es sich gut leben. Die Oberschicht residierte in prunkvollen Stadthäusern und Villen und genoss überschwänglich das Dolce Vita. Für die betuchten Römer war «luxuria» der Inbegriff von Prunksucht - möglich durch Grundbesitz und hohe Steuereinnahmen aus den Provinzen. Aber dieser pompöse Luxus hatte auch seine Kehrseite. «Er rief Kritiker auf den Plan, auch das werden wir zeigen», kündigt Renate Wiechers an. Die Dekadenz und Zurschaustellung des Reichtums verletzte traditionelle römische Werte wie Bescheidenheit und Sinn für das Gemeinwohl.

Begleitschutz

Das Konzept für die Ausstellung ist mit viel Liebe zum Detail erstellt, in Abstimmung mit den anderen Ausstellungsorten schreiben die Halterner gerade ein Medienkonzept und die Objekt-Texte. Die Ausstellungsstücke kommen kurz vor Eröffnung mit Begleitschutz aus Italien. Bis dahin wird das Römermuseum, so verspricht Renate Wiechers, komplett anders aussehen. Einfach glanzvoll, natürlich dekadent. Elisabeth Schrief

Das Römermuseum ist vom 16. August bis 25. November erste Station der Schau.

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