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„Alt und wenig genutzt“

Stadt Haltern will vier Spielplätze schließen

29 Kinderspielplätze und acht Bolzplätze werden in Haltern bis 2020 geschlossen, um den städtischen Etat zu entlasten. In diesem Jahr sollen vier Spielplätze aufgelöst werden. Aber vorher wird im Rathaus noch diskutiert.

Haltern

, 01.03.2018
„Alt und wenig genutzt“

Eigentlich sollte der Spielplatz „Wienäckern“ zwar kleiner, aber schöner werden. Jetzt wird dort gebaut, weil die Stadt einen neuen Kindergarten braucht. © Foto: Jürgen Wolter

Die Stadt Haltern nimmt seit 2012 freiwillig am Stärkungspakt des Landes teil, um Schulden zu reduzieren. Der Sanierungsplan läuft 2021 aus, bis dahin müssen 137 Konsolidierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört auch die Schließung von wenig frequentierten oder unattraktiven Spielplätzen.

Wenig Frequenz

In diesem Jahr sollen auf Vorschlag des Baubetriebshofes vier Spielplätze aufgelöst werden. Elsa-Brandström-Straße: Der Spielplatz in der Nähe der Katharina-von-Bora-Schule wurde 1983 inmitten der Wohnbebauung angelegt. Er wird nach Auskunft des städtischen Baubetriebshofes, der sich um die Pflege kümmert, seit Jahren kaum noch genutzt. Von acht Spielgeräten können lediglich zwei wieder verwendet werden. Alle anderen Geräte entsprechen nicht mehr der Norm, sie müssen verschrottet werden. Weil im Boden Versorgungsleitungen liegen, war eine kindgerechte Gestaltung des Spielplatzes von Anfang an nur eingeschränkt möglich.

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An der Mühlenstege: Der 580 Quadratmeter große Spielplatz ist für Kinder wegen alter Spielgeräte wenig attraktiv. „In unmittelbarer Nähe befindet sich allerdings als Ausweichmöglichkeit der weitaus größere und schönere Platz ‘Zu den Mühlen‘, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss Bauen und Verkehr. In den 90er-Jahren war dieser Platz sehr belebt, in der letzten Zeit sei er kaum noch von Kindern genutzt worden, so der Baubetriebshof. Ein Großteil der Spielgeräte ist nicht mehr in Ordnung. Da der Hersteller in die Insolvenz gegangen ist, ist eine Reparatur ausgeschlossen.

Hegewinkel in Sythen: Der Spielplatz stammt aus dem Jahr 1980 und ist bis heute im Urzustand geblieben. Entsprechend alt sind die Spielgeräte, sie haben nur noch Schrottwert.

Im Wienäckern: Der Spielplatz sollte wegen seiner enormen Größe verkleinert und dann aufgewertet werden. Doch das Grundstück benötigt die Stadt jetzt für den Neubau eines fünfzügigen Kindergartens.

Öffentliche Sitzung

Doch vor der Schließung steht die Diskussion. Die Politik hat 2013 darauf bestanden, dass die Verwaltung die im jeweiligen Jahr aufzulösenden Spiel- und Bolzplätze jeweils zum Jahresanfang noch einmal vorstellt. Das geschieht am 6. März im Ausschuss Bauen und Verkehr. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus, Dr. Conrads-Straße 1. Sie ist öffentlich.

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