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Großes Religionstreffen: Vier Tage Katholikentag in Münster

Münster. Unter dem Motto „Suche Frieden“ treffen sich von Mittwoch bis Sonntag Zehntausende zum 101. deutschen Katholikentag in Münster. Die Besucher können aus über 1000 Veranstaltungen auswählen. Auch die Politik-Prominenz ist dabei.

Vier Tage lang steht Münster ab Mittwoch im Blickpunkt der Katholiken in Deutschland. Unter dem Motto „Suche Frieden“ findet in der Stadt des Westfälischen Friedens der 101. deutsche Katholikentag statt. Die Veranstaltung gilt als das größte Laientreffen der Kirche in der Bundesrepublik. Die Ausrichter erwarten mehrere Zehntausend Besucher aus ganz Deutschland.

- VERANSTALTER: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, kurz ZdK, ist zusammen mit dem Bistum Münster Ausrichter des Katholikentages in der Domstadt. Das Treffen hat einen Etat von 9,3 Millionen Euro. Bund und Land fördern den Katholikentag mit über zwei Millionen Euro. Die Stadt Münster steuert Sachleistungen im Wert von knapp 700 000 Euro bei.

- SICHERHEIT: Bereits vor der Amokfahrt mit vier Toten und über 20 Verletzten am 7. April in Münster hatten die Veranstalter ein umfangreiches Sicherheitskonzept aufgestellt. Stadt und Sicherheitsbehörden hatten darin Konsequenzen aus den Amokfahrten von Nizza und Berlin im Jahr 2016 einfließen lassen. In Münster wird es an verschiedenen Stellen Zufahrtssperren mit großen Wassertanks und Lastwagen geben.

Am Schlossplatz, wo zu zwei großen Gottesdiensten jeweils rund 35 000 Menschen erwarten werden, hat die Stadt versenkbare Poller verbaut. Mehrere Verkehrsachsen, Plätze und Zufahrtsstraßen werden komplett für den Verkehr gesperrt, darunter auch die vierspurige Bundesstraße B54 vor dem Schloss.

- PROMINENTE: Katholikentage sind immer auch ein Aufgalopp der (Politik)-Prominenz. Bei der Programmplanung hatte der Veranstalter diesmal allerdings große Probleme, weil die Regierungsbildung in Berlin sich bis ins Frühjahr hinzog. Neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auch der kolumbianische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos zugesagt. Aus dem Bundeskabinett kommen zehn von 16 Mitgliedern, darunter Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

- PROGRAMM: An rund 100 Veranstaltungsorten sind rund 1000 Veranstaltungen geplant. Das Angebot reicht von Gesprächskreisen über Gottesdienste und Gebete bis hin zu Konzerten und Straßenfesten. Höhepunkte sind dabei der Eröffnungsgottesdienst am Mittwoch auf dem Domplatz mit bis zu 15 000 Menschen und zwei Gottesdienste am Donnerstag und Sonntag zum Abschluss auf dem Schlossplatz. Hier erwarten die Veranstalter jeweils bis zu 35 000 Besucher.

- VERANSTALTUNGSORTE: Der Großteil findet innerhalb des die Innenstadt umschließenden Promenaden-Rings statt. Die zentralen Orte sind der Schlossplatz vor dem Verwaltungssitz der Universität, der Domplatz und der Prinzipalmarkt. Mehrere große Podiumsveranstaltungen mit Auftritten von Politikern sind auf dem Messegelände rund um die Halle Münsterland geplant. Zwischen Messe und Innenstadt ist ein Pendelverkehr eingerichtet.

- HÖHEPUNKTE: Mit Spannung werden der Auftritt von Innenminister Horst Seehofer (CSU) zum Thema Integration und eine Podiumsdiskussion mit einem AfD-Vertreter aus dem Bundestag erwartet. Für die Einladung an die AfD gab es im Vorfeld Kritik am Veranstalter.  

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