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Greifswalder Martinschule gewinnt Deutschen Schulpreis 2018

Berlin/Greifswald. Ohrenbetäubender Jubel, Luftsprünge und Freudentränen in Greifswald: Das Evangelische Schulzentrum Martinschule gewinnt den Deutschen Schulpreis. Bildungsministerin Hesse lobt die individuelle Förderung in der Schule.

Greifswalder Martinschule gewinnt Deutschen Schulpreis 2018

Schüler vor der Martinschule in Greifswald. Foto: Bernd Wüstneck

Der Deutsche Schulpreis 2018 geht an das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) überreichte am Montag in Berlin die mit 100 000 Euro dotierte Auszeichnung an Schulleiter Benjamin Skladny, der mit einer kleinen Delegation nach Berlin gereist war. In Greifswald verfolgten die Schüler und Lehrer die Preisvergabe auf einer Videoleinwand, wo auf die Bekanntgabe des Preisträgers mit ohrenbetäubenden Jubelrufen und Freudentränen reagiert wurde. „Es ist einfach nur großartig“, sagte Grundschulkoordinatorin Anne Jeschke.

„Inklusion ist anstrengend, aber sie lohnt sich“, begründete der Sprecher der Jury und Erziehungswissenschaftler Michael Schratz in Berlin die Preisvergabe an das Greifswalder Schulzentrum. An der Martinschule hat laut Robert-Koch-Stiftung fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Außerdem seien die Abschlussergebnisse der Jugendlichen seit Jahren besser als der Landesdurchschnitt. Auch Schüler mit Handicap, die an anderen Schulen häufig kein Zeugnis erhalten, bekämen an der Martinschule einen schulinternen Abschluss.

Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) gratulierte der Schule. „Auf diese Auszeichnung können Schüler und Lehrer stolz sein“, sagte sie. Bei der Martinschule stehe die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. „Schüler und Lehrer zeigen, dass Inklusion gelingen kann, wenn sich alle dafür einsetzen.“ Aus Mecklenburg-Vorpommern war auch das Eldenburg-Gymnasium Lübz neben 13 weiteren Schulen in die Endrunde gelangt. Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) freute sich über den Preis. „Ich bin stolz, dass wir dieses Schulzentrum in unserer Stadt haben, das mit seinem einzigartigen und zeitgemäßen Profil einen wesentlichen Baustein unserer vielfältigen Bildungslandschaft in Greifswald darstellt“, sagte er.

Der Preis wird seit 2006 von der Stiftung vergeben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs sogenannte Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“.

Fünf weitere Preise gehen in diesem Jahr an die Gesamtschule Bremen Ost, die Franz-Leuninger-Schule in Mengerskirchen, die Integrierte Gesamtschule Hannover-List, das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster und die Matthias-Claudius-Schule in Bochum. Sie erhalten jeweils 25 000 Euro.

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