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General Electric fährt Milliardenverlust ein

Boston. Altlasten haben der kriselnden US-Industrie-Ikone General Electric zu Jahresbeginn die Bilanz verhagelt.

General Electric fährt Milliardenverlust ein

General Electric steckt schon seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Foto: Tim Brakemeier

Eine hohe Rückstellung aufgrund von Ermittlungen der US-Justiz wegen zweifelhafter Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise sorgten im ersten Quartal für einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro). Das teilte der Konzern in Boston mit.

Dank harter Sparmaßnahmen und Fortschritte in einigen Sparten legte der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft allerdings im Jahresvergleich von 122 Millionen auf 369 Millionen Dollar zu. Die Erlöse konnte der Siemens-Rivale trotz anhaltender Probleme in der Kraftwerksparte um sieben Prozent auf 28,7 Milliarden Dollar steigern. Die Geschäftsziele für 2018 wurden bestätigt.

„Das erste Quartal war ein Schritt nach vorne“, sagte Konzernchef John Flannery. Er hatte den Spitzenjob im August vom erfolglosen Jeff Immelt übernommen, um das 125 Jahre alte Unternehmen, dessen Wurzeln auf den Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, wieder auf Kurs zu bringen. Insgesamt übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg vorbörslich um rund fünf Prozent.

General Electric steckt schon seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise wurde das Geschäft mit Finanzdienstleistungen, zu dem auch die zweifelhaften Hypotheken-Deals gehörten, weitgehend aufgegeben. Die Rückbesinnung auf das industrielle Kerngeschäft lief bislang jedoch auch nicht besonders erfolgreich und wurde etwa durch den Ausbau der Energiesparte erschwert, die stark unter dem Ölpreisverfall litt.

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