Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gelsenwasser versorgt Nordkirchen bald aus zusätzlicher Quelle

Änderung beim Trinkwasser in Nordkirchen

Der gesamte Ortsteil Nordkirchen bekommt sein Wasser bald aus den Ruhr-Wasserwerken und aus Haltern. Die Umstellung wird sich vor allem auf die Wasserbeschaffenheit auswirken.

Nordkirchen

, 15.02.2018
Gelsenwasser versorgt Nordkirchen bald aus zusätzlicher Quelle

Zusätzlich zu den Ruhrwasserwerken kommt das Wasser für den gesamten Ortsteil Nordkirchen bald auch aus Haltern am See, kündigt Gelsenwasser an. Das galt bislang nur für den Nordwesten Nordkirchens. © Ruediger Schlesselmann

Das Leitungswasser im Ortsteil wird bald vollständig aus drei Quellen gespeist. Das teilte der zuständige Versorger Gelsenwasser am Dienstag mit. Woher das neue Wasser kommt, warum die Umstellung nötig ist und was sich für die Nordkirchener dadurch ändert, erklären wir in Fragen und Antworten.

Woher genau kommt das Leitungswasser genau?

„Bisher bekommen die Bürger im Nord-Westen Nordkirchens Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern – alle übrigen Ortsbereiche beliefert die Gelsenwasser AG mit Trinkwasser aus den Ruhr-Wasserwerken Halingen und Echthausen. Das ändert sich ab 21. Februar: Dann liefert Gelsenwasser in der gesamten Kernstadt Nordkirchen gemischtes Trinkwasser aus dem Wasserwerk in der Seestadt und den Ruhrwasserwerken Echthausen und Halingen“, schreibt der Versorger in seiner Pressemitteilung.

Warum ist die Umstellung nötig?

Laut Gelsenwasser liegt die Ursache beim Wasserdruck. Um einen ausreichend großen Wasserdruck sicherzustellen, sei es notwendig, eine größere Wassermenge ins Netz zu leiten. Nachts, wenn weniger Wasser verbraucht wird, drückt mehr Trinkwasser aus den Ruhrwasserwerken ins Netz, tagsüber fließt hingegen mehr Wasser aus Haltern, beschreibt der Versorger. Weil mehr Menschen in Nordkirchen leben, zum Beispiel durch Neubaugebiete, sei auch der Wasserbedarf gestiegen, schreibt Gelsenwasser auf Anfrage dieser Redaktion. Und weiter: „Um auch zukünftig vor allem den Löschwasserbedarf im Gemeindegebiet mit dem dafür notwendigen Wasserdruck/-menge zuverlässig zu decken, sei die Umstellung nötig“, so der Wasserversorger.

Im Gemeindegebiet Nordkirchen umfasst das Wasserleitungsnetz rund 70 Kilometer Haupt- und Versorgungsleitungen sowie etwa 3000 Hausanschlüsse.

Ändert sich durch die zusätzliche Wasserquelle sonst noch etwas?

Nicht grundlegend. Sowohl das Trinkwasser aus den Ruhr-Wasserwerken als auch das aus dem Werk Haltern könne für alle Zwecke im Haushalt verwendet werden, auch zur Zubereitung von Babynahrung, schreibt Gelsenwasser. Das Trinkwasser werde täglich kontrolliert. Auch von der Umstellung selbst werden die Nordkirchener nichts mitbekommen. Der Gemeinde seien ebenfalls keine Auswirkungen angekündigt worden, wie Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage dieser Redaktion mitteilt.

Umfrage

Trinken Sie lieber Wasser aus der Leitung oder Mineralwasser?

121 abgegebene Stimmen

Die Wasser aus den den Ruhrwasserwerken und aus Halten haben allerdings unterschiedliche Härtegrade. Während das Trinkwasser aus Halingen und Echthausen den Härtegrad ‚weich‘ (Jahresdurchschnitt 2014: 6,9 °dH) hat, hat das Wasser aus dem Wasserwerk Haltern den Härtegrad ‚mittel‘ (Jahresdurchschnitt 2014: 11,8 °dH). „Für die Kunden in Nordkirchen wird der Härtegrad zwischen diesen Werten leicht schwanken“, kündigt Gelsenwasser an. Die zusätzliche Trinkwasserquelle wird also vor allem Auswirkungen darauf haben, welche Wasch- und Geschirrspülmittel künftig zum Einsatz kommen sollten.

Ändert sich für Südkirchener und Capeller Haushalte etwas?

Nein, „in Südkirchen und Capelle, die bisher Trinkwasser aus den Werken in Halingen und Echthausen erhielten, bleibt diese Belieferung aus den Ruhrwasserwerken bestehen“, schreibt Gelsenwasser.

Wird das Wasser einen anderen Geschmack haben?

Der Versorger geht davon aus, dass sich der Geschmack zwar durch die veränderte Zusammensetzung ändern könne. Diese Änderungen seien aber „oft so gering, dass nur sehr sensible Menschen den Unterschied bemerken. Eine Veränderung des Geschmacks bedeutet nicht, dass das Wasser unangenehm schmeckt, es hat nur eine andere Note“ schreibt Gelsenwasser auf Anfrage.

Weitere Infos zum Trinkwasser
  • Bei Fragen rund um die Umstellung können sich die Kunden an die Mitarbeiter im Kundenservice-Center in Recklinghausen wenden: Tel. (0800) 19 999 10 (kostenlos, Montag bis Freitag, 7 bis 19 Uhr, Samstag 8 bis 16 Uhr).
  • Die Trinkwasseranalysen für Wasser aus dem Wasserwerk Haltern sowie für Wasser aus den Ruhr-Wasserwerken finden Kunden im Internet unter www.gelsenwasser.de/trinkwasseranalyse
Lesen Sie jetzt