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Gegen größere Windräder

NORDKIRCHEN Der Bauauschuss der Gemeinde Nordkirchen hat die von fünf Gemeindemitgliedern beantragte Änderung des Bebauungsplanes für das Windvorranggebiet zwischen Südkirchen und Capelle mehrheitlich abgelehnt. Der Bau von drei Windrädern in Höhe von 150 Metern ist damit vom Tisch.

von Von Kevin Kohues

, 15.11.2007

Der Sitzungssaal des Bürgerhauses war am Donnerstagabend proppenvoll. Gut 60 interessierte Bürger hatten sich eingefunden, um die Sitzung zu verfolgen. „Das sind so viele wie noch nie“, war nicht nur Bürgermeister Friedhard Drebing beeindruckt. „Zerstört nicht unsere schöne Landschaft“, „Profit auf unsere Kosten“ oder „Windräder – nicht bei uns!“ – die Bürger bezogen mit zahlreichen Transparenten eindeutig Stellung.

Die gänzliche Verhinderung von Windrädern in Nordkirchen stand freilich nicht zur Debatte – und konnte es auch gar nicht. Denn auch die Schlossgemeinde ist aufgrund der Bundesgesetzgebung verpflichtet, ein Windvorranggebiet auszuweisen. Wie Bauamtsleiter Josef Klaas stellvertretend für die Verwaltung betonte, ist dieses bereits seit zehn Jahren im Flächennutzungsplan  vorgesehen – und zwar im Bereich Beifang/Osterbauerschaft zwischen Südkirchen und Capelle. Ein entsprechender Bebauungsplan wurde im Jahr 2003 beschlossen.

Höhenbegrenzung

Dieser Plan sieht die Errichtung von bis zu elf Anlagen mit einer Höhenbegrenzung von maximal 100 Metern bei einer Mindestnennleistung von je 1,5 Megawatt vor. Leo Geiser sprach sich stellvertretend für die CDU-Fraktion dafür aus, dem Verwaltungsvorschlag zu folgen. „Ich bin nicht dafür, dass dort Anlagen in einer Größe von 150 Metern entstehen sollten.“ Dem widersprach Tanja Werner als Vertreterin der Grünen – auch mit Verweis auf die heimischen Investoren. „Damit würden wir die Gewerbesteuer in der Gemeinde behalten.“

Entscheidung fällt der Rat

Sie folgte genau wie Joachim Seidel (FDP) einem Vertagungsantrag der UWG, deren Vertreter Christian Lübbert noch Gesprächsbedarf sah. Die CDU lehnte diesen Antrag unter Verweis auf keine zu erwartenden neuen Erkenntnisse ab und setzte sich mit 7:4 Stimmen bei drei Enthaltungen seitens der SPD-Mitglieder durch. Damit war die Annahme des Beschlussvorschlages der Verwaltung vorgezeichnet. Für den Vorschlag und damit gegen eine Änderung des Bebauungsplanes votierten zehn Ausschussmitglieder bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Die endgültige Entscheidung fällt nun in der Ratssitzung am 18. Dezember.

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