Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Forum diskutiert Bürgergeld für alle

Soziales

Die Idee ist nicht neu, aber in Zeiten von Leiharbeit, Dumping-Löhnen und explodierenden Sozialkosten, gewinnt sie immer mehr Anhänger – die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen. Am Dienstagabend (10.) um 20 Uhr werden Sozialverbände der Kirchen und sozial engagierte Gruppen Visionen und Modelle im Sozialforum des Gasthauses vorstellen und diskutieren.

RECKLINGHAUSEN

06.05.2011
Forum diskutiert Bürgergeld für alle

Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger fordern christliche Sozialverbände und sozial engagierte Initiativen.

So utopisch wie die Idee auf den ersten Blick klingt, ist sie gar nicht: In der Schweiz wird es schon bald eine Volksabstimmung über die Einführung eines Bürgergeldes geben. Es würde bedeuten, dass jeder Bürger, gleich ob Kind oder Senior, Mann oder Frau vom Staat ohne Gegenleistung ein Grundeinkommen zur Existenzsicherung erhält. Schon heute beziehen nur 41 Prozent der Bevölkerung ein Einkommen aus eigener Arbeit, die Mehrheit bekommt Transferleistungen. 800 Milliarden, so rechnen die kirchlichen Sozialverbände vor, betragen die Sozialkosten pro Jahr. Man könnte mit diesem Geld jedem Bürger ein Grundeinkommen zwischen 400 und 800 Euro im Monat zahlen und damit die 38 verschiedenen, zuweilen in entwürdigenden Verfahren vergebenen Sozialleistungen und einen riesigen (und teuren) Verwaltungsapparat abschaffen. „Das würde die Armut beenden und die Menschen hätten mehr Zeit für ihre Familie, für das Ehrenamt und für die Entwicklung ihrer eigenen Kreativität“, meint der Recklinghäuser KAB-Vorsitzende Rolf Nowak. Das Forum am Dienstag steht allen Interessierten offen.

Schlagworte: