Fahrt in den Urlaub: Sicherheitsmängel können fatal sein

Landsberg a. Lech (dpa) - Zum Ferienbeginn hat der ADAC an Autofahrer appelliert, bei der Fahrt in den Urlaub streng auf die Sicherheit zu achten. In einem Test zeigte der Autoclub, was Insassen passieren kann, wenn sie die Sicherheitseinrichtungen nicht optimal nutzen.

Fahrt in den Urlaub: Sicherheitsmängel können fatal sein

<p>Der ADAC appelliert an Autofahrer, auf die Sicherheit zu achten. (Bild: ADAC)</p>

Ein Fahrer, der sich nicht anschnallt und nur auf die Wirkung des Airbags vertraut, riskiert demnach bei einem Unfall ebenso schwerste Verletzungen wie ein Beifahrer, der lässig die Beine auf das Armaturenbrett legt. Kinder, die auf den Rücksitzen falsch oder gar nicht gesichert werden, sind nicht nur selbst gefährdet, sie stellen auch eine Gefahrenquelle für die vorne Sitzenden dar.

Bei dem vergleichenden Crashtest ließ der ADAC jeweils einen Mittelklassewagen mit 64 Stundenkilometern gegen eine deformierbare Barriere krachen. In einem Fahrzeug waren Fahrer, Beifahrer und zwei Kinder vorschriftsmäßig gesichert. Sie hätten den Unfall nahezu unverletzt überstanden. Im zweiten Wagen war der Fahrer nicht angeschnallt, der Beifahrer hatte die Beine auf das Armaturenbrett gelegt. Hinter dem Fahrer lag ein Kind in einer falsch montierten Babyschale, ein größeres Kind war zwar angeschnallt, aber in Schlafstellung seitlich aus dem Gurt gerutscht.

Bei dem Crash wurde der Fahrer ohne Gurt mit voller Wucht nach vorne geschleudert und schlug mit dem Kopf hart auf die vordere Dachkante auf. Der Airbag hätte so keine Wirkung mehr erzielen können, teilte der ADAC zu dem Testergebnis mit. Der Aufprall des Fahrers mit der Brust war so stark, dass sich die Teleskoplenksäule bis zum Anschlag zusammenschob.

Beim Beifahrer presste der sich entfaltende Airbag die Unterschenkel und Füße so heftig gegen die Scheibe, dass ein Fuß durch das Glas gedrückt wurde. Brüche und Schnittverletzungen an den Beinen sowie innere Verletzungen im Brust- und Bauchbereich wären bei einem tatsächlichen Unfall die Folge gewesen. Bei den falsch gesicherten Kindern wäre mit schwersten Verletzungen im Brustbereich durch den Gurt bzw. im Kopf- und Halsbereich durch die falsch gesicherte Babyschale zu rechnen gewesen.