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Facebook suspendiert weitere Firma im Datenskandal

Im Facebook-Datenskandal hat das Online-Netzwerk eine weitere Firma suspendiert, die eine Rolle beim Brexit-Referendum gespielt hatte.

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Menlo Park

, 07.04.2018
Facebook suspendiert weitere Firma im Datenskandal

Facebook-Logo auf dem Display eines Smartphones. Foto: Lino Mirgeler

Bei dem kanadischen Datenanalyse-Anbieter AggregateIQ hatten die Befürworter des Austritts Großbritannien aus der Europäischen Union mehrere Millionen Pfund ausgegeben. Ein Facebook-Sprecher erklärte am Wochenende, Auslöser für die vorläufige Suspendierung seien jüngste Berichte über Verbindungen zwischen AggregateIQ und der Muttergesellschaft der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica, SGL.

Cambridge Analytica hatte von einem App-Entwickler unerlaubterweise Informationen von Dutzenden Millionen Facebook-Usern bekommen, die er über eine Umfrage eingesammelt hatte. Nach Berechnungen von Facebook könnten davon insgesamt bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen sein, davon knapp 310.000 in Deutschland.

Cambridge Analytica erklärte, man habe Datensätze zu 30 Millionen Nutzern erhalten. Der als Informant auftretende frühere Cambridge-Analytica-Mitarbeiter Christopher Wylie, dessen Enthüllungen den aktuellen Datenskandal ausgelöst hatten, hatte auch von enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen berichtet.