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Eishockey-Rumpfteam beginnt WM-Tests

Sotschi. In Sotschi startet das Eishockey-Nationalteam gegen Russland die WM-Vorbereitung. Bundestrainer Marco Sturm hat keinen olympischen Silbermedaillengewinner dabei. Die Ergebnisse stehen für ihn nicht an erster Stelle, der 39-Jährige sucht nach Alternativen.

Eishockey-Rumpfteam beginnt WM-Tests

Bundestrainer Marco Sturm muss auf seine Olympia-Helden verzichten. Foto: Peter Kneffel

40 Tage nach dem Olympia-Finale ist nur noch die Paarung die gleiche. Mit dem knapp verlorenen Eishockey-Drama bei den Winterspielen von Pyeongchang haben die Länderspiele in Sotschi so gut wie nichts mehr zu tun, auch wenn wieder Russland der Gegner ist.

Alle deutschen Nationalspieler aus dem Wunderteam von Südkorea werden am Freitag (18.30 Uhr) und Samstag (16.00 Uhr) fehlen. Statt um Olympia-Gold geht es in den beiden Testspielen um die erste Vorbereitung auf die WM.

Von einer möglichen Revanche will Bundestrainer Marco Sturm auch deswegen nichts wissen. „Man sollte das nicht vergleichen, das wäre Quatsch“, sagte er der „Eishockey News“. „Von einer Revanche kann man vielleicht bei der nächsten Olympiade wieder reden, vorher nicht.“

Die Länderspiel-Premiere nach Olympia-Silber und nach dem Rücktritt von Verteidiger-Star Christian Ehrhoff wird für den Bundestrainer zum Neuanfang. 19 der 25 Silbergewinner spielen noch in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga. Notgedrungen geht Sturm die schwierigen Aufgaben gegen die Russen mit einem Rumpfteam und acht Debütanten an. Erfahrenster Akteur ist der Kölner Angreifer Nicolas Krämmer mit 32 Länderspielen, den Sturm für die ersten Tests zum Kapitän benannte. In Marc Michaelis ist auch ein College-Spieler dabei.

So zählen für Sturm vor allem Erkenntnisse statt Ergebnisse. „Es wäre gut, wenn der eine oder andere aus diesem Kader dann am Schluss noch dabei ist“, sagte der Dingolfinger, betonte aber: „Die Breite bei uns in Deutschland, in der Nationalmannschaft, ist ja nicht so groß.“ Düsseldorfs Verteidiger Bernhard Ebner meinte: „Es geht in erster Linie darum, dass wir uns schnell finden und die Neuen integrieren.“

Bis zum WM-Auftakt am 4. Mai wird sich der Kader radikal verändern. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie erheblich der Umbruch im Nationalteam nach dem größten deutschen Eishockey-Erfolg sein wird. Das Team aus Südkorea wird so definitiv nicht mehr zusammen spielen.

Nach Ehrhoffs Rücktritt hat Kapitän Marcel Goc ein klares Bekenntnis zur WM-Teilnahme bisher vermieden. Kämpfer Gerrit Fauser fällt mit einer Schulterverletzung aus, Stürmer Felix Schütz verzichtet aus privaten und mentalen Gründen. Weitere Absagen sind nicht ausgeschlossen. Verstärkung erhofft sich Sturm aus der NHL, etwa durch Leon Draisaitl und Dennis Seidenberg, die mit ihren Teams nicht in den Playoffs dabei sein werden. Seidenberg bezeichnete die WM bei NHL.com als „eine Option“, hat sich aber noch nicht klar entschieden.

Die Stars aus der nordamerikanischen Profiliga dürften voraussichtlich ebenso wie die DEL-Halbfinalisten erst in der dritten Vorbereitungsphase mit den Tests gegen Frankreich am 19. und 21. April dabei sein. Ihre ersten Auftritte in der Heimat nach Olympia-Silber bestreitet die deutsche Auswahl schon am 14. und 15. April in Weißwasser und Dresden gegen die Slowakei.

Silberschmied Sturm wird in den kommenden Wochen gefragt sein, eine neue Einheit zu formen, die sich bei der WM den gewachsenen Erwartungen stellen muss. Nach all dem Trubel mit zahlreichen Medienterminen ist der deutsche NHL-Rekordspieler froh, dass das Sportliche zurück in den Fokus rückt: „Es wird Zeit, dass wir wieder zurück aufs Eis kommen.“

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