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Eisbären nach Comeback in DEL-Finalserie obenauf

Berlin. Nach der 3:1-Führung des Titelfavoriten aus München hat kaum noch jemand auf die Eisbären gesetzt. Doch das Team von Uwe Krupp gleicht zum 3:3 aus. Jetzt soll der finale Coup in München gelingen.

Eisbären nach Comeback in DEL-Finalserie obenauf

Daniel Fischbuch (l-r), Daniel Richmond und Thomas Oppenheimer jubeln über ein Tor für die Eisbären. Foto: Gregor Fischer

Die Fans der Eisbären Berlin hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Schon Minuten vor dem Ende des sechsten Finalduells in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) feierten sie ihre Mannschaft.

In beeindruckender Weise bezwang der Hauptstadtclub den EHC Red Bull München mit 5:3 (1:1, 1:0, 3:2) und erzwang einen Showdown zum alles entscheidenden siebten Match am Donnerstag (19.30 Uhr) in München.

„Die Jungs haben einen super Job gemacht, und jetzt freue ich mich riesig, dass wir ein siebtes Spiel bestreiten können“, sagte Eisbären-Trainer Uwe Krupp in seiner gewohnt sachlichen Art: „Wir haben mit viel Energie gespielt und uns zurück in die Serie gekämpft. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Die Berliner lagen gegen den Favoriten bereits mit 1:3 Niederlagen zurück, feierten aber mit dem ersten Heimsieg in dieser außergewöhnlichen Finalserie ein famoses Comeback.

„Wir wollten einfach unser Spiel spielen, druckvoll und aggressiv“, erklärte Kapitän André Rankel: „Das ist uns besser gelungen als in den anderen Spielen zuvor.“ Nach den Toren von Louis-Marc Aubry (4. Minute), Nicholas Petersen (23.), Jamie MacQueen (41.), Daniel Fischbuch (45.) und Kai Wissmann (58.) kann der einstige Serienmeister nun im siebten Match den ersten Titel seit 2013 holen. „Jetzt sind wir so nah dran, jetzt wollen wir natürlich gewinnen“, sagte Stürmer Fischbuch, dem sein erster Playoff-Treffer gelang.

Die Treffer des Teams von EHC-Trainer Don Jackson durch Konrad Abeltshauser (9.), Mads Christensen (58.) und Patrick Hager (59.) änderte nichts an der Dominanz der Eisbären. Die Münchner sind nun drauf und dran, den fast schon sicher geglaubten Titel-Hattrick noch aus den Händen zu geben.

Der olympische Silbermedaillen-Gewinner Patrick Hager bemängelte, „in den entscheidenden Momenten nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen“ gewesen zu sein. Der Nationalspieler kündigte an: „Wir werden das analysieren und dann versuchen, am Donnerstag zurückzuschlagen.“

Nach so einem hohen Rückstand ist noch nie eine Mannschaft in der DEL Meister geworden. Dass die Eisbären auch nach Rückschlägen Meister werden können, haben sie in ihrer Geschichte schon einmal bewiesen. 2012 entschieden die Berliner das DEL-Finale gegen die Adler Mannheim erst im letzten Spiel 3:2 für sich. Damals wurde noch eine Best-of-Five-Serie gespielt. Nach einem Auftaktsieg der Eisbären konnten die Mannheimer zweimal jubeln - doch die schlugen zurück.

In der gesamten Playoff-Historie der DEL ist es erst einmal vorgekommen, dass eine Mannschaft ein Duell nach einem 1:3-Rückstand doch noch gewinnen konnte: Im Jahr 2008 gelang so ein Comeback den Frankfurt Lions im Viertelfinale gegen Iserlohn.

Seit Einführung der Best-of-Seven-Serie im Endspiel ist nur in der Debütsaison 2013/14 die Entscheidung erst im siebten Spiel gefallen. Damals gewann der ERC Ingolstadt gegen die Kölner Haie. Ingolstadt hatte zwar die ersten zwei Spiele der Serie verloren, dann aber auf 3:2 gedreht und im Showdown in Köln den Meistertitel gefeiert.

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