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Dunja Hayali moderiert das ZDF-Sportstudio

Mainz. Mit Dunya Hayali wird das Team der Sportstudio-Moderatoren im ZDF künftig mit zwei Männern und zwei Frauen besetzt. Die 43-Jährige betritt kein einfaches Terrain - ihre Vorgängerinnen hatten es teilweise sehr schwer.

Dunja Hayali moderiert das ZDF-Sportstudio

Dunja Hayali präsentiert bald das „Aktuelle Sportstudios“ im ZDF. Foto: Rainer Jensen

Dunja Hayali moderiert künftig auch das ZDF-Sportstudio. Die 43-Jährige wird ab Spätsommer das bisherige Team aus Katrin Müller-Hohenstein, Jochen Breyer und Sven Voss ergänzen und sich mit ihnen abwechseln, wie das ZDF am Mittwoch in Mainz mitteilte. Der Mediendienst „DWDL.de“ hatte zuerst darüber berichtet.

Hayali sagte zu ihrer neuen Aufgabe in der traditionsreichen Sendung am Samstagabend: „Da wird ein Traum wahr.“ Das „Aktuelle Sportstudio“, das in diesem Jahr seien 55. Geburtstag feiert, sei für sie seit Jahrzehnten die Sportsendung im deutschen Fernsehen. Das erste Mal wird Hayali dort am 25. August zu sehen sein.

Hayali ist dafür bekannt nicht auf den Mund gefallen zu sein. Sie engagiert sich gegen Rassismus und wehrt sich auch über die sozialen Netzwerke gegen Hetze. Doch der Sport begleitet sie schon länger.

Hayali, die auch mit einem Talkmagazin mit ihrem Namen einen festen Sendeplatz im ZDF hat, studierte dem Sender zufolge an der Deutschen Sporthochschule und war neun Jahre lang Sportmoderatorin der Deutschen Welle, bevor sie im Jahr 2007 zum „ZDF-Morgenmagazin“ wechselte.

Nun reiht sie sich in die Riege der Sportstudio-Moderatorinnen ein. Ihre Vorgängerinnen hatten es dabei nicht immer einfach. Sie wurden angefeindet und mussten teils herbe Kritik und Häme einstecken.

Hier die früheren Moderatorinnen des Sportstudios:
- Carmen Thomas, 1973 bis 1974: Ein Versprecher hängt ihr bis heute nach: „Schalke 05 statt Schalke 04 - dieser Dreher wurde tatsächlich zu einem meiner großen Lebensveränderer, der meine Arbeit auf vielfältige Weise sehr positiv beeinflusste“, sagte Thomas gut drei Jahrzehnte später. Doch nach der damaligen Sendung war eine Welle der Entrüstung über sie hineingebrochen - Shitstorm würde man wohl heute dazu sagen. Thomas zog dennoch im Rückblick viel Positives aus dem Malheur - sie wurde später unter anderem Fachfrau für Kommunikation und leitete eine Akademie für Moderatorinnen.

- Joan Haanappel/Sissy de Mas (1980/1981): Die niederländische Eiskunstläuferin Haanappel und TV-Moderatorin de Mas kamen in etwa einem halben Jahr nur auf sechs Ausgaben des Sportstudios, dann gaben sie nach massiver Kritik auf. De Maas moderierte später aber unter anderem noch die ZDF-Sportreportage am Sonntagnachmittag und war in der „heute“-Sendung bei den Sportnachrichten zu sehen.

- Doris Papperitz, 1984 bis 1990: Moderierte immerhin sechs Jahre lang des Sportstudios. Mit 55 Ausgaben war sie lange Zeit Rekordhalterinnen unter den Sportstudio-Moderatorinnen. Zum Vergleich: Alleine Dieter Kürten moderierte 375 Mal die Kultsendung zwischen 1967 und 2000. Papperitz wechselte dann vom ZDF zum  Privatfernsehen.

- Christine Reinhart, 1993 bis 1995: Die gelernte Schauspielerin gab nach 25 Ausgaben auf, nachdem sie viel Kritik hatte einstecken müssen. „Die Kritik ging fast immer unter die Gürtellinie. Für eine Frau ist das Sportstudio, in dem man 90 Minuten live und konzentriert arbeiten muss, die schwerste Sendung im Sport überhaupt. Männer werden leichter akzeptiert“, sagte sie damals zu ihrem Abschied - dennoch eine freiwillige Entscheidung, wie sie betonte.

- Katrin Müller-Hohenstein, seit 2006: Sie wurde Nachfolgerin von  Rudi Cerne und ist mittlerweile die Frau mit der längsten Amtszeit beim Sportstudio. Die gelernte Radiomoderatorin, die zu Beginn als eher unbekannt galt und praktisch keine Fernseherfahrung mitbrachte, hat sich mit ihrer selbstbewussten, schlagfertigen und souveränen Art längst etabliert. Sie moderiert auch bei sportlichen Großveranstaltungen wie Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

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