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Drohung gegen berühmte Kirschblüte ruft Polizei auf den Plan

Bonn. Ein rosa Blütenmeer, Dutzende gezückte Handy-Kameras, staunende Menschen mitten auf der Straße: Wenn in der Altstadt von Bonn die Kirschbäume blühen, ist das ein Spektakel. Nach anonymen Drohungen gegen den jährlichen Trubel ermittelt nun aber die Polizei. Unbekannte hätten auf Plakaten angekündigt, 7000 Kupfernägel in die Bäume zu schlagen, sollte der „Fotowahnsinn“ nicht gestoppt werden, wie die Polizei am Dienstag berichtete.

Drohung gegen berühmte Kirschblüte ruft Polizei auf den Plan

Blühende Kirschblüten auf der Heerstraße in Bonn. Foto: Kevin Kurek/Archiv

„Wir prüfen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, ob hier vielleicht eine Nötigung einschlägig sein könnte“, sagte Sprecher Robert Scholten. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Kupfernägel gelten als Hausmittel, um Bäume zu schädigen. Ob sie tatsächlich wirken, ist aber umstritten.

Die Plakate tauchten nach Polizeiangaben am Sonntag in der Stadt auf. Einen Anhaltspunkt auf den Urheber gebe es bislang noch nicht. Der Droh-Text war wie bei alten Erpresserschreiben mit ausgeschnittenen Buchstaben aufgeklebt. Die Polizei schätzt die Zahl der Plakate auf etwa zehn, mittlerweile seien alle abgehängt.

Die Kirschblüte in Bonn zieht weltweit Touristen und Hobbyfotografen an. Vor allem aus dem asiatischen Raum verzeichnet die Stadt nach eigenen Angaben im Blütenmonat April ein Gästeplus. Beschwerden von Bürgern beim Ordnungsamt gebe es nicht. Daher sieht die Stadt auch keinen Anlass, regulierend einzugreifen.

Auch in diesem Jahr habe das Naturschauspiel einen ausgesprochen positiven Anklang gefunden, sagte Polizeisprecher Scholten. Aber natürlich gebe es wie immer auch kritische Töne. „Der ein oder andere, der dort wohnt, ist genervt, weil so viele Menschen da sind.“

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