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verdi: 200 Stellen in Kitas verschwinden

Proteste gegen neues Gesetz

10.06.2007

Manche sehen in dem neuen NRW-Kindergartengesetz das modernste in Europa, andere sehen das allerdings ganz anders: Kita-Beschäftigte der katholischen und evangelischen Kirche, der Arbeiterwohlfahrt sowie aller städtischen Kindertagesstätteneinrichtungen werden am kommenden Dienstag (12.6.) «Elternbriefe» verteilen. «Bildung geht baden» steht auf dieser Info-Post. Einen Tag später, am Mittwoch (13.6.) protestiert verdi auf dem Westenhellweg (16-18 Uhr). Am Donnerstag (14.6.) haben alle städtischen Kindertagesstätten einen Vertreter nach Düsseldorf entsandt, um den zuständigen Minister Laschet im Familienministerium die Meinung zu sagen. Dieses neue Gesetz sei «skandalös» sagt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft verdi: «Es ist der Rückschritt ins letzte Jahrhundert», so verdi-Sprecher Martin Steinmetz. Statt Elternbeiträge abzuschaffen würden nun auch Elternbeiträge für Geschwisterkinder möglich; und statt landeseinheitlicher Vorgaben könne das Jugendamt (Fabido) die Höhe der Kindergartenbeiträge nun selber festlegen. verdi findet: «Bildung nach Kassenlage». Die Gewerkschaft und viele Beschäftigte fürchten, dass allein in den städtischen Kindertageseinrichtungen mehr als 200 Erzieherstellen wegfallen und kleinere Einrichtungen von der Schließung bedroht sind, weil die neuen Förderrichtlinien den Einrichtungen die notwendigen Grundlagen nehmen. Neben der Reduzierung der Betriebskosten fielen der bisherige Personalschlüssel je Kindergartengruppe und die Freistellung für die Leitungen weg. verdi sieht die Kinder als Verlierer im «Dickicht von Buchungszeiten, Betriebskosten und Elternbeiträgen» auf der Strecke bleiben. blf

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