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Zeitreise im Klassenzimmer

Sonderschule gegen Gymnasium und Universität: Die Klasse 9b der Langermannschule hatte beim Wettbewerb «Jung und Alt in der Geschichte» starke Konkurrenz. Dass sie dennoch Landessieger wurden, ist eine kleine Sensation.

18.06.2007

Still sitzen. Finger auf den Tisch. Und wehe, die Hände sind nicht sauber. Im Schulmuseum erlebten die 15 Schüler der Langermannschule hautnah, wie der Unterricht vor 100 Jahren ablief. «Mädchen und Jungs mussten getrennt sitzen», berichtet Rangin Zakholy (17), «und wer störte, wurde in die Ecke geschickt.»

Doch auf das Museum allein wollten sich die Schüler nicht verlassen. Deshalb interviewten sie einen mittlerweile 95 Jahre alten Zeitzeugen. «Der hat noch andere Sachen erzählt», weiß Angela Plate (16), «und die Unterschiede zwischen dem Museum und dem Interview haben wir auf Plakaten dargestellt.» Die Plakate, das Interview und Fotos vom Arbeitsprozess schickten die Schüler an die Körber-Stiftung, die den Wettbewerb ausrichtet. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler.

Insgesamt 1257 Beiträge gingen dort ein, für NRW wurden 63 Landessieger-Preise in Höhe von 200 Euro ausgelobt. «Ihr befindet euch auf einer Stufe mit Gymnasien und Realschulen», lobte Schulleiter Werner Beyer bei der Preisübergabe. Und der Wettbewerb ist noch nicht vorbei: 50 Bundespreise werden noch vergeben, die fünf besten werden sogar vom Präsidenten nach Berlin eingeladen.

Doch auch wenn es mit Berlin nicht klappt, waren die Schüler froh über die gemachte Erfahrung: «Zum Glück gehe ich heute zur Schule und darf anziehen, was ich will», sagt Rangin. «Obwohl, Unterricht getrennt von den Jungs war schon ruhiger als sonst.» dac

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