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«Wo es geht, helfen wir gern»

RN-Leser meldeten Radlerfallen

08.06.2007

Peter Müller hat schmerzvolle Bekanntschaft mit einer «Radlerfalle» gemacht. An der Märkischen Straße hatte er einen Unfall mit dem Rad, verletzte sich am Fuß. Die Stelle mit der Parkplatzeinfahrt vor dem Edeka-Supermarkt ist ein echter Gefahrenpunkt, wie auch die Stadt inzwischen feststellte. Müllers Hinweis wurde aufgenommen. Eine Werbetafel wird entfernt und der Radweg ein Stück verlegt, versicherte der städtische Fahrradbeauftragte Rüdiger Hartmann. Der 52-Jährige hat als Ansprechpartner für Radler im Tiefbauamt weiterhin viel zu tun - auch wenn sich in den vergangenen Jahren aus Radfahrer-Sicht viel verbessert hat, wie auch die meisten RN-Leser feststellen, die nach unserem Aufruf Radlerfallen meldeten. Es gibt viele Dauer-Ärgernisse - beispielsweise zu hohe Bordsteine an Radwegen, fehlende Abstellplätze etwa an der Ostseite des Hansaplatzes und Autofahrer, die Radwege konsequent ignorieren und zuparken. Im ersten und zweiten Fall kann Hartmann bedingt helfen, im dritten weniger. Und auch Knöllchen für die Parksünder haben oft nur eine begrenzte Wirkung. Auf Kritik stößt aber auch der allgemeine Zustand von Straßen und Radwegen, die das Radeln erschweren - wie etwa an der Hagener Straße, wie Hildegard Asemann und Prof. Dr. Schwarze beklagen. Da gibt es nur einen kleinen Trost von Hartmann mit dem Hinweis, dass die Hagener Straße frühestens in fünf Jahren eine neue Oberfläche bekommt. Bis dahin werden die Straße «in verkehrssicherem Zustand» gehalten - was heißt, dass Unebenheiten und Flicken nicht ausbleiben. Nur langfristig wäre wohl auch das Problem von Eva und Ulrich Hansen zu lösen, die die engen Brückendurchfahrten ohne Radweg etwa am Heiligen Weg oder an der Ruhrallee beklagen. «Wir können leider nicht ohne weiteres Brücken verbreitern», betont Hartmann. Nicht immer ist auch die Stadt allein Herr des Verfahrens. Wie etwa an der B 54, wo Hans Joachim Daniel und Eberhard Pluntke auf Gefahrenstellen aufmerksam manchen. Zuständig ist hier der Landesbetrieb Straßenbau. «Ich schau mir die Situation vor Ort aber demnächst an und leite die Anregungen an die Kollegen von Straßen.NRW weiter», verspricht der Fahrradbeauftragte. Wie auch die fehlende Radwege-Führung an der Kreuzung Voßkuhle an der B 1. Zuweilen fehlt es aber auch schlicht an Informationen. Wie bei Andreas Bäppler. Er moniert den Radweg an der Borsigstraße, der westlich der Albertstraße vor der Bahnbrücke kurz auf die Straße führt. Dafür gibt es aber extra eine eigene Ampelschaltung, die den Radlern Vorfahrt vor den Autofahrern sichert, merkt Hartmann an. Und zum von Michael Giertz kritisierten Fuß-/Radweg am Spähenfelde klärt er auf, dass es sich um keinen offiziellen Radweg handelt, sondern nur das Radfahren auf dem Gehweg freigegeben ist. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass den Radfahrern die Benutzung freigestellt ist, sie also auch die Fahrbahn benutzen dürfen. Generell gilt: Selbst wo es sinnvoll erscheint, kann der Fahrradbeauftragte nicht immer etwas ausrichten. Hartmann: «Es gibt für uns halt auch bauliche und rechtliche Grenzen. Wo es geht, helfen wir aber gerne.» Oli

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