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Feuerwehr sperrt Spielplatz in Bövinghausen

Nägel im Sand und verdächtige Flüssigkeit

Zwei alarmierende Funde haben am Montag für die Sperrung eines Spielplatzes im Dortmunder Stadtteil Bövinghausen gesorgt. Kinder hatten im Sand mehr als zehn Nägel gefunden. Eine noch beunruhigendere Entdeckung rief dann eine Spezialeinheit der Feuerwehr auf den Plan.

BÖVINGHAUSEN

, 21.05.2018
Feuerwehr sperrt Spielplatz in Bövinghausen

Feuerwehr-Spezialkräfte in Schutzanzügen untersuchten am Pfingstmontag eine verdächtige Flüssigkeit auf einem Spielplatz in Dortmund-Bövinghausen. © Helmut Kaczmarek

Gegen 10.30 Uhr hatten sich nach Angaben der Feuerwehr besorgte Eltern beim Tiefbauamt der Stadt Dortmund gemeldet. Ihre Kinder hätten beim Spielen gefährliche Nägel im Sand gefunden. Das Tiefbauamt schickte daraufhin Mitarbeiter zu dem betroffenen Spielplatz in der Straße „Am Rhader Holz“, um den Sand auszutauschen.

Doch diese bemerkten noch mehr: Auf den beiden Rutschen des Spielplatzes, auf einem Holzspielgerät und zwei Sitzbänken klebte eine unbekannte braune Flüssigkeit.

Feuerwehrleute untersuchten in Schutzanzügen Flüssigkeit

Die Tiefbauer gingen auf Nummer sicher und riefen gegen 12 Uhr die Feuerwehr. Die schickte mehrere Spezialkräfte - die so genannte analytische Task-Force, nach Bövinghausen, die mit Schutzanzügen ausgerüstet die Flüssigkeit untersuchten. Der Spielplatz wurde bis auf Weiteres weiträumig abgesperrt.

Untersuchungen ergaben, dass die Flüssigkeit aus einem Zwei-Komponenten-Stoff bestand, wie es bei altem Lack oder PU-Schaum der Fall ist, mit dem man Fenster und Türen abdichtet, erklärte Feuerwehrsprecher Andreas Pisarski auf Nachfrage unserer Redaktion. Was es genau ist, steht noch nicht fest.


Feuerwehr sperrt Spielplatz in Bövinghausen

Unbekannte hatten eine unbekannte Flüssigkeit auf mehreren Spielgeräten verteilt. © Helmut Kaczmarek

Spielplatz bleibt gesperrt

Die Feuerwehr versuchte, die Flüssigkeit mit Wasser abzuwaschen. Das gelang zwar nicht, führte aber dazu, dass die Flüssigkeit aushärtete und laut Pisarski nun ungefährlich sei. Gegen 18 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr abgeschlossen, insgesamt 50 Feuerwehrleute waren an ihm beteiligt gewesen.

Der Spielplatz ist weiterhin gesperrt. Der Sand und eventuell auch die Spielgeräte müssen noch ausgetauscht werden.

Polizei übernimmt Ermittlungen

Wer die Nägel und die Flüssigkeit auf dem Spielplatz verteilt hat, ist noch nicht geklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung übernommen. Außerdem prüft sie, ob auch eine versuchte Körperverletzung vorliegt. Der Polizei-Leitstelle zufolge seien auf dem Spielplatz auch Glasscherben gefunden worden.

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