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Sämtliche Blätter der Traubenkirsche werden gefressen

Raupen fallen über Bäume im Revierpark her

Sie umhüllen den gesamten Baum, „wie Christo den Reichstag“: Sechs bis sieben Bäume sind im Revierpark Wischlingen von Raupen befallen. Der verantwortliche Gartenbauingenieur bleibt indes gelassen.

Wischlingen

11.05.2018
Sämtliche Blätter der Traubenkirsche werden gefressen

Der Befall der Traubenkirschen im Revierpark ist deutlich sichtbar. © Denise Löger

„Raupenbefall im Revierpark?“ Diese Vermutung äußerte die aufmerksame Beobachterin Denise Löger gegenüber dieser Redaktion – und lieferte ein Foto mit, dass ihre These unterstreicht.

Hendrik Berndsen, Gartenbauingenieur und verantwortlich für die Parkanlagen in Wischlingen, bleibt jedoch in dieser Situation ganz gelassen.

Andere Bäume sind nicht in Gefahr

„Es gibt einen Raupenbefall an sechs bis sieben unserer Bäume“, bestätigt Berndsen. Bei den kleinen Schurken handelt es sich um Raupen der Gattung prunus padus – der Traubenkirschen-Gespinstmotte. Diese Raupenart befalle, wie eben im Revierpark, ausschließlich Traubenkirschen. „Man muss also keine Angst haben, dass auch andere Bäume betroffen sein könnten“, erklärt Berndsen.

Jedes Jahr im Mai und im Juni könne diese Raupenart auftreten. „Sie umhüllen den gesamten Baum. Ungefähr so wie Christo den Reichstag“, beschreibt Berndsen den Vorgang. „Sämtliche Blätter werden gefressen.“ Gegenmaßnahmen werden in diesem Fall nicht getroffen.

Einsatz von Gift würde Vögel gefährden

„Würden wir versuchen, den Befall mit Giften zu bekämpfen, müssten wir den Park sperren“, begründet der Baumexperte die Zurückhaltung. „Zudem würden wir damit auch die Singvögel vergiften.“ Für die sei der Raupenbefall so etwas wie der Einzug ins Schlaraffenland. „Und vergiften wir die Vögel, sterben auch die Jungvögel.“

Also lässt man der Natur seinen Lauf. „Die Bäume helfen sich selbst“, erklärt Hendrik Berndsen. „Ende Juni sind die Blätter wieder da. Nur etwas kleiner.“

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