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Bei beiden Fahrern offenbar Alkohol und Drogen im Spiel

Zwei Verfolgungsfahrten durch Dortmund und Bochum

Zwei Autofahrer aus Dortmund und Bochum haben sich am Wochenende wilde Verfolgungsfahrten mit der Dortmunder Polizei geliefert. Mit im Spiel waren in beiden Fällen offenbar Alkohol und Drogen. Bei einem fehlte sogar der Führerschein.

Dortmund/Bochum

06.05.2018
Bei beiden Fahrern offenbar Alkohol und Drogen im Spiel

Ein Polizeifahrzeug steht am Donnerstag (22.09.2011) vor dem Polizeirevier "Polizeidirektion Dresden" in Dresden (Zoomeffekt). Sachsen Innenminister will am Nachmittag auf einer Pressekonferenz erstmals Einzelheiten zu den künftigen Polizeirevieren und den dort stationierten Beamten nennen. Bisher war nur bekannt, dass unter der Überschrift "Polizei 2020" Reviere zusammengelegt, die Verwaltung verschlankt und Stellen gestrichen werden sollen. So ist unter anderem vorgesehen, die Zahl der Polizisten um 2631 auf 11 280 zu reduzieren. Streifendienst und Bereitschaftspolizei sind davon ausgenommen. Stab, Führung und Verwaltung sollen im Gegenzug gestrafft werden. Foto: Arno Burgi dpa/lsn (zu lsn 0096 vom 22.09.2011) +++(c) dpa - Bildfunk+++ © picture alliance / dpa

Ein 22-jähriger Dortmunder ist in der Nacht zu Samstag (5. 5.) zunächst mit einem Auto und anschließend zu Fuß vor der Polizei geflüchtet. Der Wagen, in dem der 22-Jährige unterwegs war, fiel der Polizei auf der Rheinischen Straße auf. Die Beamten entschlossen sich zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle.

Dass sie einen richtigen Riecher hatten, bemerkten sie recht schnell, denn auf die Anhaltezeichen reagierte der Fahrer nicht. Stattdessen beschleunigte er den Wagen und fuhr weiter über die Wittener Straße bis zum Vogelpothsweg. Dort bog er schließlich auf den Parkplatz eines Supermarktes ab und stoppte. Die Beamten konnten noch sehen, wie sich die Fahrertür öffnete und ein Mann davon rannte.

Nicht im Besitz eines Führerscheins

Während einer der beiden Polizisten sich den drei weiteren Insassen des Autos widmete, die dort auch verblieben, nahm der zweite die Verfolgung des Fahrers auf. Dieser rannte über die angrenzende Straße Oberbank in Richtung eines weiteren Parkplatzes und schließlich eine Treppe hinunter. Hier wurde ihm sein Tempo jedoch zum Verhängnis – er stürzte. Die Flucht war beendet.

Der 22-jährige Dortmunder gab bei der Kontrolle zu, die Fahrt sei eine "schlechte Idee" gewesen. Denn, wie sich herausstellte, besitzt der Mann nicht nur keinen Führerschein, sondern er gab auch an, Alkohol getrunken zu haben. Bei seiner Durchsuchung wurde zudem Drogen-Zubehör gefunden.

Da er sich bei dem Sturz verletzt hatte, brachte ein Rettungswagen den Fahrer zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Blutproben wurden angeordnet. Seine drei Mitfahrer (18, 23 und 25 aus Dortmund) wurden nach einer Personalienfeststellung vor Ort entlassen. Sie mussten nun allerdings laufen.

Anhaltezeichen ignoriert und Streifenwagen überholt

Eine weitere Verfolgungsjagd bescherte ein 35-jähriger Bochumer der Dortmunder Polizei in der Nacht zu Sonntag (6. 5.). Einer Streifenwagenbesatzung fiel der Wagen des Mannes gegen 4.30 Uhr im Bereich der Schnettkerbrücke auf. Die Beamten konnten erkennen, wie das Auto Schlangenlinien fuhr, und entschlossen sich zu einer Kontrolle.

Als sich der Streifenwagen näherte, beschleunigte der Wagen und fuhr mit deutlich höherer Geschwindigkeit als erlaubt in Richtung Bochum weiter. Selbst als der Streifenwagen ihn überholt und Anhaltezeichen gegeben hatte, hielt es der Fahrer nicht für nötig, die Autobahn zu verlassen. Vielmehr überholte er den Streifenwagen und beschleunigte weiter.

Die Beamten abzuschütteln funktionierte nicht

Als es den Beamten erneut gelungen war, das Auto zu überholen, schien es, als sei sein Fahrer nun einsichtig. Er folgte dem Strafenwagen auf die Ausfädelungsspur an der Anschlussstelle Dortmund-Kley – nur, um zurück auf die A40 zu ziehen, als dieses sich schon in der Kurve der Ausfahrt befand.

Die Beamten abzuschütteln funktionierte trotzdem nicht. Sie folgten dem nun noch schneller fahrenden Wagen, bis dieser die A40 an der Anschlussstelle Bochum-Werne verließ. Unter anderem über die Straßen Am Ruhrpark und Harpener Hellweg ging es weiter, bis die Beamten nach kurzzeitigem Verlust des Blickkontakts das Auto am Werner Hellweg in Bochum, etwa in Höhe der Hausnummer 552, geparkt vorfanden.

Personaldokumente lagen im unverschlossenen Wagen

Blöd für den Fahrer: Im unverschlossenen Auto fanden die Beamten Personaldokumente, die auf den 35-jährigen Bochumer schließen ließen. Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers wurde anschließend die Umgebung abgesucht – mit schnellem Erfolg.

Nicht weit entfernt trafen die Beamten auf den Inhaber der Personaldokumente. Eine wirkliche Erklärung für seinen Aufenthaltsort konnte dieser in seiner ersten Aussage nicht liefern, von seiner vorherigen Fahrt wollte der Mann auch nicht wirklich etwas wissen.

Den Atemalkoholtest ließ er sich aber gefallen. Mit über einem Promille fiel dieser auch positiv aus, ebenso wie ein Drogenvortest. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein des Mannes. Zudem wurden Blutproben angeordnet.

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