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16.000 begeisterte Raver feierten bis in den Morgen

25. Mayday in den Westfalenhallen

Party bis in die frühen Morgenstunden war bei der Mayday, Deutschlands größtem Indoor-Rave, auch in diesem Jahr angesagt. 35 internationale DJs und Live Acts beschallten drei Floors und sorgten bei 16.000 Besuchern und sogar den Rettungskräften für gute Stimmung.

Dortmund

von Silke Rathert

, 01.05.2018
16.000 begeisterte Raver feierten bis in den Morgen

„We stay different“ lautete das Motto der Mayday 2018 in der Westfalenhalle. © Nils Foltynowicz

In den Westfalenhallen steht der Tanz in den Mai seit 25 Jahren im Zeichen des stilisierten Ms der Mayday-Rakete. Die könnte man auch für klatschende Hände halten. 16.000 Paar davon trafen sich wie schon im Vorjahr zu dem 14-stündigen Indoor Rave, der seit seiner ersten Veranstaltung 1991 in Berlin schnell zu Deutschlands größtem heranwuchs.

35 internationale DJs und Live Acts beschallten bei der diesjährigen Mayday drei Floors mit vielen Stilrichtungen der elektronischen Tanzmusik. Techno, Trance, House, Hardcore, Electro, Goa, deren Kombinationen und Fortentwicklungen, die Liste ist so lang wie die Nacht, die für die Raver erst in den Morgenstunden des 1. Mai endete.

Neuer Bühnenaufbau trifft auf gemischte Meinungen

„We stay different“ - Wir bleiben anders, 1994 noch Untertitel, ist in 2018 das Motto. Anders ist insbesondere, dass sich eine 24 Meter breite Bühne an der Längsseite der Halle 1 befindet, umrahmt von drei bis zu 18 Meter breiten LED-Kreisen, in deren Mitte das Mayday-Logo, die Rakete, prangt. Flankiert wird sie von zwei 15 Meter breiten LED-Objekten, die an DNA-Stränge erinnern. Dieser Aufbau nimmt die gesamte Hallenlänge ein, während sechs Sechsecke, höhenverstell- und neigbar, an der Hallendecke für Bewegung sorgen.

Eine Lichtinstallation, die bei Niklas nicht zündet: „Da fehlt der Wow-Effekt, früher kam man rein und bekam die Lichtshow direkt vor den Kopf. Und auch die DJs in diesem Jahr sind nichts, was ich nicht in jedem 08/15-Club geboten bekomme.“ Womit er allerdings nicht sagen will, dass an Szenegrößen wie Sven Väth, Adam Beyer oder Chris Liebing und Newcomern, zum Beispiel Charlotte de Witte und Pappenheimer, grundsätzlich etwas auszusetzen ist. Als Massenveranstaltung beugt sich die Mayday für Niklas zu sehr dem Massengeschmack, ohne es nötig zu haben: „Sie ist nun mal die Mutter aller Raves, hat elektronische Musik groß gemacht. Darum feiern auf der Mayday Leute aus allen Altersklassen, das macht Spaß. Auch ich werde sicher noch mit 40 hier stehen.“

Sina dagegen ist als Sven Väth-Fan restlos begeistert. Wohl auch deshalb, weil sie zu der geschrumpften Menge von Besuchern zählt, die die Licht- und Lasershow mit Feuerfontänen und Goldregen nicht aus einem mehr oder weniger günstigen Winkel, sondern frontal zu sehen bekommt: „Supergeil, auch die Stimmung im Publikum und wie Väth darauf reagiert, sie aufnimmt und anstachelt.“

Rettungskräfte tanzen mit

Wenn sogar Rettungskräfte zu vorgerückter Stunde ein Tänzchen wagen, muss schon Vieles richtig laufen. „Bisher war es für eine Veranstaltung dieser Größe eine ruhige Nacht. Zum Ende werden wir noch ein paar Einsätze mehr haben, weil die Luft in den Hallen schlechter wird und die Kräfte nachlassen“, sagt der stellvertretende Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Fred Weingardt, und lobt Veranstalter und Raver: „Die Zusammenarbeit mit der Mayday läuft hochprofessionell, und sie hat ein absolut friedliches und freundliches Publikum.“