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Ein Kurs in Dortmund zeigt, wie es ganz einfach geht

Gesundes Essen für Babys selbst zubereiten

Der Babybrei aus dem Glas ist immer noch für viele Eltern eine praktische Lösung. Dass es auch anders geht und dazu auch noch der Gesundheit gut tut, zeigt das Evangelische Bildungswerk – mit vielen Tipps, gesundes Essen für Babys selbst zu zubereiten.

von Rachel Patt

Dortmund

, 17.04.2018
Ein Kurs in Dortmund zeigt, wie es ganz einfach geht

Kursleiterin Elisabeth Spieker-Hofmann (l.) zeigt den jungen Eltern, dass gesundes Essen für den Nachwuchs nicht nur leicht zuzubereiten ist – es kann sogar richtig Spaß machen. © Stephan Schütze

Was darf mein Baby essen? Wann kann ich vom Stillen auf feste Nahrung umstellen? Was mache ich, wenn mein Kind das Essen nicht annimmt oder nach der Brust erst mal kein Wasser trinken will?

Der Kurs soll vor allem Hilfestellung sein

Diese und viele andere Fragen hat der Kurs vom Evangelischen Bildungswerk im Reinoldinum am Schwanenwall 34 den nach Rat suchenden Eltern beantwortet. Der Kurs zum Kochen von Babynahrung soll den Eltern eine Hilfestellung sein und sie darüber aufklären, was ein Kind ab dem fünften Monat während der Umstellphase am besten essen kann.

Außerdem geht es darum zu vermitteln, dass nicht immer Nahrung aus dem Glas gefüttert werden muss, sondern frisch zubereitet werden kann – und zwar ganz unkompliziert.

Viele Eltern sind beim ersten Kind jung

Das ist nicht nur gesünder, sondern auch kostengünstiger. Viele Eltern sind bei dem ersten Kind noch jung oder kommen direkt aus dem Beruf, wissen also eventuell noch nicht, wie sie richtig für ihr Baby kochen und haben viele Fragen.

Ein Kurs in Dortmund zeigt, wie es ganz einfach geht

© Stephan Schütze

„Im Grunde ist alles Gewöhnung. Wenn das Baby die Nahrung anfangs nicht akzeptiert, darf man nicht den Mut verlieren“, meint Elisabeth Spieker-Hofmann, Leiterin des Kurses. Sie empfiehlt Brei auf Gemüse- und Getreidebasis. Die einzelnen Zutaten werden altersentsprechend ausgesucht und vor allem mit saisonalem, leichtverträglichem Obst und Gemüse zubereitet.

Im Supermarkt vor allem auf die Verpackung achten

Bei Babybrei aus dem Supermarkt lautet die Faustregel: Je aufwendiger die Verpackung gestaltet ist, desto weniger wurde auf den Inhalt geachtet. Vor allem den Zuckergehalt sollte man dabei kontrollieren. Besonders bei dem verlockenden und weitreichenden Angebot, das es heutzutage in jedem Supermarkt gibt, sollte man genau hinsehen – auch bei Bioprodukten.

Rezeptidee 1:
1 EL Rapsöl
50 g Kartoffeln
100 g Karotten

Die Karotten putzen, Kartoffeln schälen, und garen. Pürieren und das Rapsöl untermischen. Fertig ist der Brei!

Rezeptidee 2:
100 g Gemüse (zum Beispiel Blumenkohl oder Zucchini)
50 g Kartoffeln
30 g mageres Fleisch (Rind, Schwein, Lamm oder Geflügel)
1 EL Rapsöl
1 ½ EL Fruchtsaft (oder Obstpüree als Nachtisch)

Gemüse putzen, die Kartoffeln schälen und mit klein geschnittenem Fleisch circa 10 Minuten in wenig Wasser garen. Dann mit dem Saft zusammen pürieren. Rapsöl unterrühren und gegebenenfalls etwas Wasser zugeben, wenn der Brei zu fest ist.

Den Brei generell nicht nachsalzen, da das Baby erst seine Geschmacksnerven entwickelt. Das Gemüse auswechseln und das Fleisch ein-, zweimal pro Woche durch Fisch (zum Beispiel Lachs) ersetzen. Statt der Kartoffeln können beliebig Nudeln, Reis oder andere Getreidearten hinzugefügt werden.

Das Evangelische Bildungswerk bietet Kurse rund um den Alltag an und gibt Anregungen und Impulse für alle Lebenslagen. Junge Eltern bekommen Hilfe und Antworten auf ihre Fragen zu den ersten Entwicklungsschritten ihrer Kinder. Kommende Kurse mit Anmeldemöglichkeit: „Von der Beikost zur Familienkost“ am 30. Juni (Samstag) von 10 bis 14 Uhr. Gebühr: 18,50 Euro inklusive Lebensmittel „Väter und Kinder kochen gemeinsam zum Frühling und Sommer“ am 9. Juni (Samstag), 10 bis 13 Uhr. Gebühr: 20 Euro Anmeldungen sind online möglich.
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