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Was lange währt. . .

Kanubauer erfüllten sich einen Lebenstraum

01.06.2007

Brackel Voller Stolz blickten Heiner Leker und Udo Neumann auf ihr vollendetes Werk. Die zwei ehemaligen Maschinenbau-Studenten haben sich mit dem Bau zweier Kanus einen Lebenstraum erfüllt. Vor gut 20 Jahren waren die Bootsfreunde auf einer Ausstellung in Düsseldorf erstmals auf die Idee gekommen, die Ärmel hochzukrempeln und sich ohne fremde Hilfe an den Bau eines Kanus zu machen. «Leider fanden wir zu dieser Zeit jedoch keine geeigneten Räumlichkeiten, und so musste das Vorhaben erstmal auf Eis gelegt werden», erinnern sie sich. Ganze 17 Jahre später war es dann soweit: Endlich hatten sie einen geeigneten Platz gefunden. Doch fehlte es ihnen noch an dem nötigen Fachwissen, denn wie man so ein Kanu baut, lernt man nicht unbedingt während des Studiums. Also machten sich Leker und Neumann an die Arbeit. Nach einigen Stunden Internetrecherche und dem Durchstöbern von Fachliteratur konnte es dann endlich los gehen. Als Material standen im November 2005 lediglich ein halbes Dutzend Kiefernbretter von fast sechs Metern Länge und ein Merantibrett zur Verfügung. Eineinhalb Jahre diverse Arbeitsschritte und kleinere Splitterverletzungen später war das Werk dann vollbracht. Zwei schicke Zwei-Personen-Wanderboote stehen seit einigen Tagen in der Garage von Heiner Leker und warten darauf, eingeweiht zu werden. «In zwei Wochen ist es soweit. Dann fahren wir mit einigen Freunden nach Münster und lassen die Boote zu Wasser», freut sich Leker. Der Lohn für 500 Stunden harte Arbeit, die auch mit einigen kleineren Pannen verbunden war. «Wir hatten mal einen Fehler eingebaut, und ich hatte schon kurzzeitig keine Lust mehr», schmunzelt Neumann. Umso größer war die Erleichterung, als die beiden Exemplare nach stundenlangem Sägen, Biegen, Kleben, Schleifen, Laminieren und Lackieren endlich fertiggestellt waren. Spaß hatten die zwei Bootsfreunde dabei allemal. Außerdem hat die «Marke Eigenbau» noch einen positiven Nebeneffekt. Kostet ein fertiges Kanu etwa 5000 Euro, so haben Leker und Neumann lediglich ein Fünftel dessen für ihr Material ausgeben. Felix Püschner

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