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Vom Fan und Macher zum Reggae-Autor

Er ist ein Pionier der Reggae-Szene: Der Dortmunder Helmut Philipps (54) hat 20 Alben produziert, ein Label betrieben, schreibt für das Musikmagazin "Riddim" und hat jetzt ein Buch veröffentlicht. Kai-Uwe Brinkmann sprach mit ihm über "Reggae in Deutschland".

25.10.2007

Wie wurden Sie vom Reggae-Kenner zum Buchschreiber?

Erst war ich ein Interviewpartner. Dann haben der Verlag und der Autor Olaf Karnik gemerkt, dass ich eine Menge zum Thema deutscher Reggae weiß. Als ich gefragt wurde, ob als Co-Autor einsteige, habe ich zugesagt.

Was will das Buch?

Mit Gentleman oder Seeed ist Reggae made in Germany zu einem Massenphänomen geworden. Wir stellen wichtige Akteure vor. Musiker, Soundsystems, Vertriebsleute. Und wir beleuchten, wie alles begann: Von Klaus Doldinger, der 1964 für "My Boy Lollipop" Ska spielen sollte, bis heute. Diese Story ist noch nicht erzählt worden.

Sie haben selber mitgemischt. Wie war das mit dem Reggae aus Dortmund?

Mit T'Bwana Sound hatten Natty U - also Uli Schmidt-Salm - und ich Deutschlands erstes Label und Studio, das sich auf Reggae spezialisierte. 1987 bastelten wir an der Bornstraße auf acht Spuren an der ersten Maxi und dem Album "Nah Prejudice".

Fans, die Macher wurden?

Richtig. Kennengelernt haben wir uns in der Reggae-Abteilung des 'Life'-Plattenladens. Fachsimpelten und wurden Freunde. Dass Natty U 1991 auf Jamaica spielte und dort für seine Musik gefeiert wurde, hat uns Selbstvertrauen gegeben. Deutscher Reggae funktioniert sogar in dessen Mutterland!

Reggae in Deutschland, Kiepenheuer & Witsch, 271 S., 8,95

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