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Vernehmungen noch in dieser Woche

18.06.2007

Die Verwandten des getöteten Polizisten Benjamin Brekau haben zudem ihre Anwälte eingeschaltet und Strafanzeige gestellt - «gegen Unbekannt wegen jedweder Tatbeteiligung». Schwiegervater Peter Brekau: «Dadurch, dass wir keine Informationen bekommen, bleibt uns nicht anderes übrig, als über den Tathergang Spekulationen anzustellen...»

Wie berichtet fanden Rechtsmediziner heraus: Der 27-jährige Polizeiobermeister starb an den Folgen eines Sturzes aus dem Mannschaftswagen, auf dem Parkplatz vor der Unterkunft. Den Ort hat sich Brekau selbst angesehen: «Der Sturz erfolgte etwa 15 Meter, nachdem das Fahrzeug angefahren war.» Auch den Mannschaftswagen hat er inspiziert - darin sei es sehr eng, die Schiebetür, durch die sein Schwiegersohn gefallen sein soll, gebe nur einen kleinen Teil des Innenraumes frei. Für einige Verletzungen, die sein Schwiegersohn erlitten hat, fänden sich keine Erklärungen. Nicht nachzuvollziehen ist für Peter Brekau, dass sich bis heute kein Kollege bei den Angehörigen gemeldet habe. «Ich will ihnen keine Vorwürfe machen - aber es wundert uns schon, dass einfach niemand etwas sagen will.»

Nach seinen Informationen bekommen die Kollegen aus der Dortmunder Hundertschaft, die bei dem Unfall dabei waren, derzeit psychologische Hilfe - in Einzel- und Gruppensitzungen. «Solche Gespräche verschleiern aber auch die Wahrnehmung, ihre zukünftigen Aussagen gleichen sich dadurch an», findet Brekau.

Peter Lückemann, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Rostock: «Ich möchte das nicht bewerten.» Gestern hat seine Behörde die Staatsanwaltschaft in Dortmund beauftragt, die Vernehmungen im Amtshilfe durchzuführen. Sie sollen im Laufe dieser Woche erfolgen. Für Lückemann trifft die Dorfpolizisten, die den Unfall aufnahmen, eine wesentliche Schuld an den schleppenden Ermittlungen: «Dass sie die Zeugen nicht unmittelbar zu dem Geschehen befragt haben, ist ein Versäumnis, das der Wahrheitsfindung abträglich ist.» weg

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