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Unser täglich Brot

hörde Der Furzlaib, den Marktbäcker Thomas Wallner aus dem Holzofen zieht, geht weg wie warme Semmeln. Aufgregt schnattern dazu die Gänse, und ein Schmied preist brüllend seine Ohrringe an.

03.10.2008

Unser täglich Brot

<p>Willi Garth (links) mit der Kreuzkasel und Pastor Conrad mit Erntegaben vor dem geschmückten Altar von St. Clara. RN-Foto</p>

Hörde feiert den Erntedank. Zwischen duftenden Hungerhaken aus frischem Brotteig und Kostproben von einem bekömmlichen Kümmellikör ziehen Dudelsack- und Bauchtrommelspieler durch die Hörder Altstadt, um mit den Marktbesuchern den Erntedank zu feiern.

Keine 60 Minuten waren am ersten von drei Festtagen vergangenen, da schoben sich die Menschenmassen durch die Altstadt, um die 60 Themenstände zu besichtigen. "Die Bürger von Hörde lustwandeln in Freude über das allfaltige Angebot", freut sich ein mittelalterlich gewandeter Edelmann der Siedler vom Sommerberg auf der Hörder Rathausstraße. Zwei Ecken weiter zieht der Schmied "Pan" ein Eisen aus dem Feuer, um zielsicher mit kräftigen Hammerschlägen einen Ohrring daraus zu fertigen. Am benachbarten "Huf & Schlag"-Stand zählt sein lachendes Weib die Taler, die in der Neuzeit mit mittelalterlichem Schmuck zu verdienen waren.

Hoftiere, Ställe, Kürbisköpfe, Strohpuppen und Verkausstände mit Naturprodukten säumen die Wege in der Altstadt, die zum 5. Mal in Folge mit dem "klein, aber fein"-Konzept zu überzeugen weiß: "Mir gefällt, dass dieser Markt nicht von Jahr zu Jahr immer größer wird", sagt Ulrike Zimmermann aus Benninghofen beim Bummel über die Hermannstraße.

Das Altstadt-Programm bietet nicht nur historische Imitate, sondern auch Originale: Willi Garth stellt Samstag bei zwei Kirchenführungen um 14 und um 15 Uhr in der Stiftskirche St. Clara die Kreuzkasel aus dem 15. Jahrhundert vor. Ab 13.30 Uhr können Besucher am Sonntag alle 30 Minuten auf den Turm steigen. Hörde feiert - feiern Sie mit! ban

Unser täglich Brot

<p>Der Marktbäcker Thomas Wallner zieht frisches Brot aus dem Holzofen: Die Besucher des Erntedankfestes stellen sich geduldig in die lange Schlange, um Kräuterklötze, Furzlaibe, Schmachtlappen oder einen Hungerhaken zu erstehen. RN-Fotos Bandermann</p>

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