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Taxigenossenschaft lehnt Satzungsänderung ab

Dortmunder Taxis fahren weiter Werbung für Konkurrenz

Zehn Mitglieder der Taxigenossenschaft Dortmund wollen keine Fahrer mehr als Mitglieder, die auf ihren Autos für andere Fahr- und Fahrvermittlungsfirmen werben wie CabDo und MyTaxi. Doch die einberufene Generalversammlung ging nach hinten los.

Dortmund

, 28.03.2018
Taxigenossenschaft lehnt Satzungsänderung ab

Werbung für Cabdo(Foto) und MyTaxi bleibt für Genossenschaftstaxis erlaubt. © Stephan Schütze

Auch künftig werden Taxis der Dortmunder Taxigenossenschaft mit Werbung für die beiden Fahr- und Fahrvermittlungsfirmen Cabdo und MyTaxi herumfahren. Wie berichtet, wollten zehn Genossenschaftsmitglieder solche Mitglieder per Satzungsänderung ausschließen, die auf ihren Fahrzeugen Werbefolien der Konkurrenzunternehmen zeigen.

Doch der Versuch ist bei der eigens einberufenen außerordentlichen Generalversammlung am Mittwoch gescheitert. Nach Informationen dieser Zeitung sprachen sich rund zwei Drittel der etwa 60 anwesenden Mitglieder gegen eine Satzungsänderung aus, für die 75 Prozent der Stimmen notwendig gewesen wäre.

Klare Rechtslage

Zuvor hatte ein aus Frankfurt angereister Jurist der Generalversammlung ausführlich dargelegt, dass eine Satzungsänderung rechtswidrig wäre und bei einer Klage von Cabdo oder MyTaxi zu 99,9 Prozent keinen Bestand hätte.

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Cabdo hatte der Taxigenossenschaft eine einstweilige Verfügung angedroht, sollte sie Mitglieder aufgrund der Werbung ausschließen. Laut Auskunft der beiden Firmen fahren 40 Taxis in Dortmund mit Werbung für Cabdo, zehn mit My-Taxi-Werbung. 45 Euro pro Fahrzeug und Monat gibt es dafür von Cabdo, von MyTaxi „einen hohen zweistelligen Betrag“.

Da nun keine Mitglieder ausgeschlossen werden, hat sich auch die potenzielle Erhöhung des Stammkapitals durch die übrigen Mitglieder erledigt.

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Der Markt für Taxifahrten ist in ganz Deutschland hart umkämpft. Rabattaktionen, mit denen Kunden per App viel Geld sparen können, ärgern klassische Taxizentralen. Die Genossenschaft Taxi Deutschland, ein Zusammenschluss von Zentralen mit Sitz in Frankfurt, hat dem Unternehmen MyTaxi daher gerichtlich untersagen lassen, Gutscheine für 50 Prozent Nachlass zu verteilen.  MyTaxi ist dagegen vor den Bundesgerichtshof (BGH) gezogen, der an diesem Donnerstag in Karlsruhe verhandelt.

Wir haben in Dortmund drei Taxi-Apps getestet und sind mit mytaxi, Taxi Dortmund und Cabdo probegefahren. Wer kann in Sachen Service, Preis-Leistung und Komfort punkten?

(mit dpa)

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