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Streit zwischen Vater und Sohn: Elf Verletzte

«Du bleibst zuhause, du bist ja betrunken», sagte der Vater (45) zu seinem Sohn (15). Der Erziehungsstreit eskalierte gewaltig - am Ende mussten Rettungskräfte insgesamt elf Personen ins Krankenhaus bringen.

21.06.2007

«Am Mittwochabend war hier der Teufel los», sagt eine Nachbarin aus der Eulenstraße in Wickede. Gegen 21 Uhr hörte sie den Lärm, trat ans Fenster - «eine ganze Horde von Jugendlichen saß in meinem Vorgarten». Alles Freunde des jungen Mannes, der sich offensichtlich wieder einmal mit seinem Vater gezofft hatte. Schläge, Schreie - und ein Streifenwagen nach dem anderen, mehrere Rettungswagen, Notärzte und die Feuerwehr rasten in die kleine Siedlung.

Was war geschehen? Aus Sicht der Polizei machte der Sohn im Verlauf der Auseinandersetzung seine Kumpanen auf sich aufmerksam. «Nach Angaben von Zeugen versuchten ca. 15 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, in den Hausflur zu gelangen. Im Vorgarten schlugen dann mindestens drei Jungen auf den 45-Jährigen ein», erklärte ein Polizeisprecher. Der Vater berichtet: «Was in dieser Clique los ist, ist schon erschreckend. Ich versuche als einer der wenigen Väter, meine Kinder noch zu erziehen. Ich habe meinem Sohn verboten, das Haus zu verlassen und versucht, ihn festzuhalten. Draußen hab ich dann sofort einen Schlagstock ins Gesicht bekommen, mehrere haben mir mit dem Tod gedroht.» Nach Polizeiangaben setzte sich der 45-Jährige mit Pfefferspray zur Wehr - zehn Jugendliche erlitten dabei Augenverletzungen. Eine Zeugin: «Helfer holten volle Wassereimer aus Nachbarhäusern, da haben die jungen Männer ihre Köpfe reingesteckt.»

Die Feuerwehr richtete vor Ort eine Sammelstelle für die Verletzten ein, mehrere Notärzte kümmerten sich um sie. Nachdem der Vater ins Haus geflüchtet war, schlug der 15-Jährige die Haustür ein. Dabei zog er sich Schnittverletzungen zu, er musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Seine Bekannten fuhr die Feuerwehr mit Mannschaftswagen ins Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an. Andreas Wegener

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