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Spitze in Verfahrenstechnik

Der nordrhein-westfälische Verbund «Cluster Industrielle Biotechnologie» ist einer der Gewinner beim Wettbewerb «BioIndustry 2021» des Bundesforschungsministeriums.

25.06.2007

Von insgesamt 60 Millionen Euro, die die Bundesregierung in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung stellt, gehen 20 Millionen Euro an das NRW-Cluster. Zusätzlich stehen noch einmal 20 Millionen Euro aus Industriemitteln zur Verfügung.

Unter den 35 Cluster-Mitgliedern, darunter Forschungseinrichtungen und Unternehmen, nimmt die Universität Dortmund eine herausragende wissenschaftliche Stellung ein.

Verbundsstandort

«In den letzten Jahren hat sich Dortmund zu einem Verbundstandort entwickelt», so Prof. Andreas Schmid, Inhaber des Lehrstuhls für Biotechnik am Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen und Mitglied im Vorstand des Clusters. «Zusammen mit dem Technologiezentrum, dem Biomedizinzentrum, mittelständischen und Kleinunternehmen sowie der Forschungslandschaft bestehend aus der Uni, dem Institute for Analytical Science und dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie haben wir eine konzentrierte Ansammlung von Einrichtungen, die sich mit dem Thema Biotechnologie beschäftigen.»

Regionaler Vorteil

Ebenfalls maßgeblich für die feste Verankerung der Uni Dortmund im Cluster verantwortlich ist Prof. Gerhard Schembecker (Lehrstuhl für Anlagen- und Prozesstechnik). Er unterstreicht den regionalen Vorteil des NRW-Projekts: «Der Verbindungsachse zwischen den Universitäten Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld haben sich die führenden Chemie- und Biotechnologie-Unternehmen angeschlossen - so sind unterschiedliche lokale Knotenpunkte entstanden.»

Den Erfolg rechnet Schembecker auch den Forschungsentwicklungen an der Universität Dortmund zu. «Der Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen der Universität Dortmund ist der größte seiner Art in Europa und gehört zu den größten weltweit. In der Bio-Verfahrenstechnik liegt er in Deutschland ganz klar an der Spitze.» Nicht ohne Grund flössen 20 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen. «Die für ihre starke Biotechnologie bekannten Universitäten in München erhalten nur fünf Millionen Euro.»

Zentrales Thema des Clusters ist die Entwicklung von Katalysatoren und Verfahren zur Herstellung neuer Polymere und vor allem von deren Ausgangsstoffen. Diese ermöglichen die Produktion neuer Materialien für Textilien, Lacke, Kunststoffe oder Kleber. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie sollen dann neue Prozesse und Produkte etabliert werden. Dabei ist entscheidend, dass die Rohstoffe nachwachsen. Das Interesse in die Nachhaltigkeit zu investieren ist groß.

Die beiden Dortmunder Wissenschaftler hoffen auf ein Projektvolumen von vier bis fünf Millionen Euro für die Forschung an der Universität Dortmund.

Forschungsschule

Angedacht ist weiter eine Forschungsschule, die vom Land und der Industrie finanziert und von den Universitäten Dortmund, Bielefeld und Düsseldorf getragen werden soll. 20 neue Doktorandenstellen könnten so für mindestens fünf Jahre geschaffen werden. Schwerpunkte sollen die Gen-Technik (Systemanalyse), Reaktionstechnik (Biokatalyse) und die Produktaufarbeitungstechnik sein. rie

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