Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Projekt soll alle weiterführenden Schulen erreichen

13.06.2007

Mit großem Erfolg ist das Projekt «Wir für uns» angelaufen, mit dem Jugendamt und Polizei seit knapp einem Jahr gegen Gewalt unter Schülern vorgehen. Jetzt mischt auch der städtische Fachbereich Schule mit - gestern unterschrieb Schuldezernentin Dr. Waltraud Bonekamp einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

«Jugendgewalt ist nach wie vor ein zentrale Problem unserer Gesellschaft», sagte Polizeichef Hans Schulze. Zwar sei die Jugendkriminalität an sich nicht gestiegen, deutliche Zuwächse gebe es in den vergangenen fünf Jahren aber im Bereich der leichten (+30 Prozent) und schweren (+20 Prozent) Körperverletzungsdelikte.

Das Projekt wendet sich in erster Linie an die Lehrer der 7. und 8. Jahrgänge aller Schulformen. In gemeinsamen Schulungen mit Sozialarbeitern und Jugendkontaktbeamten erlernen sie wirksame und im Schulalltag umsetzbare Strategien, um Jugendlichen dazu zu bringen, Konflikte friedlich zu lösen. Bislang hat die Präventionskampagne 28 Dortmunder Schulen erreicht, mitgemacht haben 24 Lehrer aus acht Förderschulen, 23 Lehrer aus acht Hauptschulen, 20 Lehrer aus sechs Realschulen, vier Lehrer von zwei Gymnasien und neun Lehrer aus vier Gesamtschulen.

Dem Schulverwaltungsamt reicht das noch nicht: «Einzelne, engagierte Lehrer schaffen es nicht, das ganze Kollegium einzubinden. Deshalb müssen Aktivitäten gegen Gewalt in alle Schulprogramme eingebunden werden», findet Renate Tölle, Leiterin des Schulverwaltungsamtes. Mit der Beteiligung an dem Projekt will der Fachbereich Schule sicherstellen, dass bis zum Jahr 2009 alle weiterführenden Schulen in Dortmund in das Projekt eingebunden werden. «Wenn das gelingt, ist das ein großartiges Erfolgsprojekt», sagt Jugendamtsleiter Ulrich Bösebeck. weg

Lesen Sie jetzt