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Polizisten bestreiten brutale Faustschläge

18.06.2007

Im Berufungsprozess gegen zwei Dortmunder Polizeibeamte (51 und 52 Jahre alt), die im vergangenen Jahr vom Amtsgericht wegen Körperverletzung im Amt und versuchter Strafvereitelung zu Bewährungs- beziehungsweise Geldstrafen verurteilt worden sind (wir berichteten), haben beide Angeklagte gestern den Tatvorwurf vehement von sich gewiesen.

«Ich habe dem Mann nur mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen», schilderte der 52-jährige Hauptangeklagte gestern den «Höhepunkt» des damaligen Geschehens. Dabei habe er den Mann lediglich «zur Besinnung bringen» wollen. Der habe sich nämlich heftig gegen eine Durchsuchung gewehrt. Sein neben ihm auf der Anklagebank sitzender Kollege bestätigte das: «Es gab einen Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht - mehr nicht.»

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Polizeioberkommissar dagegen vor, am 5. Dezember 2004 am Rande des verlorenen Revier-Derbys gegen Schalke (0:1) einen betrunkenen Gäste-Fan (3,4 Promille) in der Ausnüchterungszelle mit zwei Faustschlägen misshandelt zu haben. Sein jüngerer Kollege soll ihn später durch Unterzeichnung eines falschen Protokolls geschützt haben. Angezeigt wurde der Vorfall durch Zeugen, pikanterweise zwei Kollegen der Wache. Im Fall einer Verurteilung könnten der Haupttäter seinen Beruf verlieren. wvb

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