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Pfefferpotthastfest auf dem Alten Markt eröffnet

DORTMUND Grünkohl und Pfefferpotthast sind der Renner beim Fest, das seit 15 Jahren in Dortmund den Herbst einläutet. Bis Sonntag (5.10.) dampft und ziwscht es in den großen, gusseisernen Pfannen auf dem Alten Markt. Dortmunds Wirte servieren Westfälisch-Deftiges, und zwar täglich von 11 bis 23 Uhr.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 01.10.2008
Pfefferpotthastfest auf dem Alten Markt eröffnet

Heinz Göbel (l.) vom "Thüringer" bewirtet Familie Schemme aus Meschede. Das noch viel schlimmere Wetter im Sauerland trieb Timm (7), Ilka (11), Mutter Elke und Vater Markus nach Dortmund.

Bürgermeister Adolf Miksch liebt Nässe von innen: „Mit dem guten Dortmunder Bier“, sprach‘s und ließ das Fass sprudeln. Bis Sonntag (5. 10.) soll reichlich vom Gebräu durch die Zapfhähne fließen, und von oben bleibt‘s trocken. Versprochen! Fast der ganze Alte Markt ist zum Großzelt mutiert. Konrad Teich vom „Jägerheim“ freut sich über kollegiale Anlieger-Wirte. Einige stockten die Bestuhlung im Zelt netterweise mit dem eigenen Biergarten auf.

Seit Mittwoch gilt‘s wieder: Es ist Pfefferpotthastfest und jeder, der es westfälisch-deftig liebt, strömt hin. Was nicht heißt, dass es dort nur kohllastig zugeht. Wie wär‘s alternativ mit Fusilli aus dem Parmesan – für 4,50 Euro das Tellerchen? Miriam Marschall (Foto) steht mehr auf Matjes mit Bratkartoffeln. Die junge Frau aus Eving hat gerade Mittagspause und genießt ihr Lieblingsessen vom „Alten Gasthaus Grube“. Normalerweise fährt die 30-Jährige extra dorthin, zum Wambeler Hellweg.

Rita und Rolf Krüger kommen jedes Jahr. Den Appetit auf Pfefferpotthast sparen sie sich dafür auf: „Wir kochen ihn nie zu Hause, essen ihn nur hier, weil er so gut schmeckt.“ 6 statt 5 Euro kostet das Dortmunder Nationalgericht inzwischen, „aber wir hatten vier Jahre nicht erhöht“, sagt Monika Riepe, die Hotelchefin von Drees. Mehrere hundert Kümpchen der würzigen Speise wandern bei ihr täglich über die Theke. Mal sehen, ob bis Sonntag wieder ein zünftiger Junggesellenabend im Zelt steigt – so wie anno 2007.

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