Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Note 5: Schulsanierung stockt

Die Kartons waren gepackt, Berswordt- und Franziskus-Grundschule bereit für den Umzug ins Provisorium. Doch dann kam der Schock: Vor September kommen keine Container in die Robert-Koch-Straße.

25.06.2007

Raum 11, Klasse 2a: Wo sonst Kinder unterm bunten Fallschirm sitzen, türmen sich Bücher, Tafeln und Spielzeug. Mitten im Chaos steht Klassenlehrerin Reinhild Beulshausen mit einem Rechenschieber in der Hand. «Wo waren doch gleich die Mathe-Sachen?»

Wie die Konrektorin haben auch die Lehrer-Kollegen nachmittags die Klassen leer geräumt, alles in Kartons verstaut. «Das war wohl alles umsonst», sagt Schulleiter Michael Schündelen. «Am letzten Schultag bekam ich nachmittags den Anruf, dass die Ausschreibung geplatzt sei.»

Geplant war, die 360 Schüler in der Innenstadt-Ost zum neuen Schuljahr in Containern zu unterrichten. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude, in dem beide Grundschulen beheimatet sind, wartet schon lange auf die Sanierung: «Wir regulieren die Heizung, in dem wir im Winter die Fenster aufmachen», berichtet der Rektor, «und zwischen den Decken steckt brennbares Material.»

Das wird auch erst mal so bleiben. Denn die 24 benötigten Container sind zu teuer. «Am 25. Mai haben wir das Projekt ausgeschrieben, am 19. Juni die Angebote geöffnet», erklärt Udo Bullerdieck vom Presseamt. Die böse Überraschung folgte prompt: «Wir haben mit 100 000 Euro kalkuliert, die Angebote lagen bei rund 400 000 Euro.» Jetzt suche man nach anderen Lösungen. «Wir hoffen, in dieser Woche ein Ergebnis präsentieren zu können. Aber einen Zeitverzug wird es geben.» Frühestens im September stünden wieder Container zur Verfügung.

Eine Sanierung während des laufenden Schulbetriebes ist nicht möglich: «Bei dem Lärm kann niemand lernen. Außerdem müsste man immer einen Gebäudeteil abdichten. Das kostet dann wieder extra», so Schündelen. Eine Auslagerung in andere Gebäude sei ebenfalls undenkbar: «Nirgendwo gibt es noch Platz. Und es macht wenig Sinn, die Schüler nach Lütgendortmund zu schicken.» Somit müssen die Lehrer spätestens am Ende der Ferien die Kartons wieder auspacken. dac

Lesen Sie jetzt