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Mit 50 Sachen in die Kurve

17.06.2007

Für Christian Hasenkamp war die Konkurrenz am vergangenen Samstag ungewohnt jung. «Ich fahr meistens bei den Erwachsenen mit», sagt der junge Wittener. Die kurvenreichen 1600 Meter der «Highway Kart Racing»-Bahn in Barop absolvierte der 15-Jährige in der Vorrunde in nur 1 Minute und 50,008 Sekunden - und zog damit als «Lucky Winner» direkt ins Finale des bundesweiten Nachwuchs-Wettbewerbs «JuniorRacing» ein.

Jeder beginnt auf Kart

«Wir wollen hier den neuen Schumi finden», definiert der Sven Heidfeld, Bruder des Formel1-Fahrers Nick Heidfeld, das Ziel der Aktion, die von Bridgestone und Firststop gesponsert wird. «Jede Rennfahrerkarriere beginnt auf dem Kart», weiß der Profi, «hier erwirbt man sein Handwerkszeug: Die richtige Linie finden, Kurven fahren, aber auch Biss und den Willen zum Sieg.»

Den 100 Teilnehmern (50 Plätze verlosten die Ruhr Nachrichten) steht Heidfeld während des Renntags mit Tipps und Erfahrung zur Seite. Vom Können der elf- bis fünfzehnjährigen Jungs und Mädchen ist er begeistert: «Selbst unter die ersten Zehn zu kommen, ist hier ein Erfolg. Das Niveau ist sehr hoch.»

Kein Wunder, denn selbst die Jüngsten beweisen Professionalität. 6 Stunden Anfahrt nahm etwa Dominik Hummer aus Inning am Ammersee in Kauf, um am vorvergangenen Wochenende in Barop zu trainieren. «Die Strecke ist sehr hubbelig, man muss vorsichtig fahren», urteilt der Elfjährige, der sich mit 1:53:896 ebenfalls qualifizieren konnte. Das anschließende Showrennen beendete er vorzeitig: Die Sitzschale war zu groß, schlug in den Kurven gegen die Rippen. «Das zeigt doch, wie vernünftig er ist», sagt Vater Jörn-Martin stolz und fügt hinzu: «Bei den Geschwindigkeiten hat man ja als Vater oft Aquaplaning auf den Handflächen.»

6,5 PS aus 200 Kubikzentimetern beschleunigen die Miniboliden auf 50 km/h, der Abstand zum Vordermann ist oft nur fingerbreit. «Man darf halt nicht zimperlich sein», meint Franziska Lampp (12) aus Hockenheim, die seit 6 Jahren Rennen fährt. Für die Slalom- und Outdoor-Spezialistin hat es diesmal nicht gereicht. «Die Bahn ist sehr gut, die Kurven kann man fast alle mit Vollgas nehmen», resümiert sie und lacht: «Outdoor hätte ich die anderen alle eingemacht!» Das Finale findet am 1. September in Mannheim statt, dem Sieger winkt ein Cockpit-Platz für die Saison 2008 in der neuen deutschen Formel «DMSB». tag

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