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Metro streicht Stellen

06.10.2008

Das hat es nach Angaben der Gewerkschaft verdi "in dieser Form bei der Metro noch nicht gegeben": Der mit einem Rückgang der Gewinne kämpfende Handelskonzern (Media Markt, Saturn) hat den Wegfall Hunderter Stellen in der Großhandelssparte Cash & Carry angekündigt. Die heimische verdi-Sekretärin Birgit Haverkemper spricht von bundesweit 1200 Arbeitsplätzen, die dem Rotstift zum Opfer fallen sollen.

Auch Dortmund ist betroffen. Die Metro unterhält in der Westfalenmetropole zwei Märkte (Borussiastraße und Brackeler Straße), in denen man aber nur mit Gewerbeschein einkaufen kann.

Nach Gewerkschaftsangaben zittern 500 Mitarbeiter um ihre Jobs. Wie ein Unternehmenssprecher bestätigte, sollen frei werdende Arbeitsplätze in der Verwaltung und im Lager nicht neu besetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind möglich. Bereits im November soll mit dem Abbau begonnen werden. Er sei Teil eines langfristig angelegten Konzepts.

Die angekündigte Restrukturierung hinterlasse bei den Beschäftigen in Dortmund Angst, Unsicherheit und Stress, berichtet Haverkemper. Sie quäle die Frage: Werde ich bald arbeitslos sein? Erst im April war der Markt an der Brackeler Straße nach einer Renovierung wieder eröffnet worden.

Heute findet in beiden Märkten eine Betriebsversammlung statt. Ob es aus Protest gegen den Stellenabbau in den nächsten Tagen und Wochen zu Arbeitsniederlegungen kommen wird, ist noch unklar. Der Gewinn der Metro-Großmärkte in Deutschland hat sich Unternehmens-Angaben zufolge in den vergangenen Jahren fast halbiert. Die Gewerkschaft bezweifelt das. Haverkemper: "Wenn man sich so die Zahlen ansieht, ist ein Stellenabbau eigentlich gar nicht nötig." ar

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