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Lohheide-Anwohner befürchten Hupkonzert

02.10.2008

Husen Seit Anfang September wird die Straße Lohheide verkehrsberuhigt. Damit hat auch niemand ein Problem. Nur die Umsetzung wirft bei den Anwohnern Fragen auf.

Zweifel haben etwa Gertrud und Raimund Schulz bei der Größe der frisch angelegten Baumscheiben und deren Standort: "Die sind für einen Baum viel zu klein, als das der da ordentlich wurzeln kann." Stichwort Wurzeln: Zwei der Scheiben seien direkt über einem Kanal angelegt worden, weiß Raimund Schulz: "Dann ist dort sowieso nichts mit tiefen Wurzeln. Oder aber der Kanal wird dabei beschädigt." Hoch hinaus dürfte es laut Schulz für einige Bäume ebenfalls nicht gehen, da so manche grüne Verkehrsinsel unter Straßenlaternen angelegt wurde.

Nur ein weiteres Kopfschütteln hat er für die verkehrstaugliche Lage übrig: "Die sind direkt vor den Rechts vor Links-Kreuzungen."

Von wegen Vorfahrt

Wer Vorfahrt hat und etwa links aus dem Brentweg in die Lohheide abbiegen möchte, kommt nicht weiter. Schließlich steht der Vorfahrtachtende zwischen den Baumscheiben und blockiert die Lohheide. "Das ist ein tägliches Hupkonzert."

"Wir haben ständig die Konfliktsituation Baum und Verkehr", erklärt der stellv. Amtsleiter Albert Götzmann auf Anfrage unserer Zeitung. An der Loheide gehe es in erster Linie um Sicherheitsaspekte durch Verkehrsberuhigung und erst in zweiter um die Optik. "Baumscheiben kann man zugunsten der Pflanzen nicht x-beliebig erweitern". Allerdings versicherte Götzmann, dass man bei der Auswahl der Bäume Rücksicht auf den Standort nehmen werde.

Ein städtischer Kanal befinde sich nicht unter den Baumscheiben, versicherte Gerhard Kappert vom Tiefbauamt. Allerdings sei es möglich, dass dort eine Wasserleitung liege. Diese werde dann mit einer Pflanzenschutzmatte umgeben, so dass die Wurzeln ihr nichts anhaben könnten.

Rücksichtnahme

Auf die Bedenken, dass die Bepflanzung zu hoch wachsen und mit den Laternen kollidieren könnte, antwortet Kappert, dass an diesen Stellen eben keine Bäume, sondern ein niedrigeres Gewächs gepflanzt werde.

Dem Argument, dass Autofahrer auf der Lohheide den Vorfahrtberechtigten aus dem Brentweg im Wege stünden, begegnet er mit dem Hinweis auf gegenseitige Rücksichtnahme. Der Vorfahrthabende müsse in diesem Fall auf sein Recht verzichten oder aber soweit ausschwenken, dass der andere Fahrer an ihm vorbeikomme. Die Verkehrsberuhigung sei von der Bezirksvertretung Scharnhorst politisch gewollt, so Kappert abschließend. arn/fro/u.b.

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