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Lebenslanges Wohnrecht nur für Schutzbedürftige

17.10.2007

Husen "Die Bewohner sind wohl alle anwesend." Mit dieser Aussage traf der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Wittkamp vermutlich genau den Punkt, denn die Treuhandstelle (THS) und die SPD hatten im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema Privatisierung bestimmter Häuser am Wicker Heck eingeladen.

Die Bewohner der 24 Zweifamilien- und der 12 Einfamilienhäuser waren besorgt und hatten viele Fragen. Besonders die Rechte der Mieter nach dem Verkauf standen dabei im Mittelpunkt.

"Wer die Immobilie nicht kaufen möchte oder kann, bleibt trotzdem in seinem Haus wohnen. Der Mieterschutz ist einer der wesentlichen Belange unserer Firma", beruhigte Christian Werth, der den An- und Verkauf von Immobilien der THS leitet und für Privatisierungen zuständig ist.

Angehörige

Auch der Kauf nach einigen Jahren oder durch Familienangehörige sei für die Mieter absolut unproblematisch, versicherte Werth. "Die Stadt Dortmund möchte sich beim Verkaufen von Wohnsiedlungen als Bindeglied einklinken, um die Interessen der Anwohner wahrzunehmen und die Qualität der Bereiche zu erhalten", merkte Wohnungsamtsmitarbeiter Hans-Peter Neuhaus an. Auch setzt er sich im Namen der Stadt dafür ein, dass den Bewohnern, bevor es zum Verkauf der Häuser kommt, ein lebenslanges Wohnrecht im Mietvertrag bescheinigt wird.

Obwohl die Mitarbeiter der THS dieser Bitte ein offenes Ohr schenkten, stellte Christian Werth sofort klar, dass "die Anwohner zwar in ihren Häusern bleiben können, ein lebenslanges Wohnrecht grundsätzlich jedoch nicht gewährt wird, es sei denn jemand ist in besonderem Maße schutzbedürftig." Dies gilt also speziell für kranke oder ältere Menschen.

Noch keine Preise

Die Erwerbspreise der Grundstücke stehen noch nicht fest. Auch der Zeitrahmen der Privatisierung kann von den Beteiligten nur grob auf ein Jahr geschätzt werden. Die objektive Wertschätzung eines Gutachters wird diese Woche erwartet.

Die Immobilien werden ohne jegliche Maßnahmen bewertet, die durch die Mieter vorgenommen wurden. "Das Erscheinungsbild der Siedlung soll weitestgehend einheitlich sein. "Trotzdem möchten wir den Mietern natürlich nicht von A bis Z vorschreiben, wie ihre Wohnstätte auszusehen hat", bemerkte Werth. jeh

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