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Kündigungen gegen Mitarbeiterinnen der Stadtkasse sind vom Tisch

DORTMUND Die Stadtspitze rudert zurück: Die fristlosen Kündigungen gegen zwei Mitarbeiterinnen der Stadtkasse im Zuge der Bargeld-Affäre im OB-Amt sind vom Tisch.

von Von Gaby Kolle

, 01.10.2008

Sie können ihren Dienst am 13. Oktober wieder antreten, aber an anderer Stelle innerhalb der Verwaltung. Die beiden Frauen bekommen dieselbe Vergütung wie zuvor, und ihre Gehälter werden nachgezahlt.

  Die Stadt hat die Kündigungen zurückgenommen – ebenso wie die nachgeschobenen Kündigungen mit sozialer Auslauffrist. Sie wurden umgewandelt in Abmahnungen wegen Verstoßes gegen die Dienstanweisung.   Wie berichtet, hatten die Frauen sich nicht jedes Mal den Ausweis der Geldbotin und Hauptbeschuldigten in der Bargeld-Affäre zeigen lassen und ohne die notwendigen Belege Geld an sie ausgezahlt. Was hat die Stadt zum Einlenken bewegt? Im Laufe der weiteren Ermittlungen seien der Personalverwaltung „entlastende Umstände“ bekannt geworden, teilt Personaldezernentin Dr. Christiane Uthemann mit. Auch auf Nachfrage wollte sie nicht ins Detail gehen.

Offensichtlich wurden bei Anhörungen weiterer Mitarbeiter die Angaben der beiden Frauen bestätigt, die auf der unteren Ebene der Stadtkasse tätig waren. Sie hatten erklärt, sie seien angewiesen worden, das OB-Amt bevorzugt und schnell zu bedienen. Die ehemalige Mitarbeiterin im OB-Amt und Hauptbeschuldigte sei ihnen von Führungskräften persönlich vorgestellt und als Empfangsberechtigte benannt worden. Namen dieser Vorgesetzten, wie zunächst von OB Dr. Gerhard Langemeyer und der Kämmerin gefordert („Ross und Reiter“), haben die beiden Frauen nicht preis gegeben, versichert ihr Anwalt Andreas Pigorsch, der sich mit der Kämmerin außergerichtlich geeinigt hat: „Wir sind über das Ergebnis sehr froh. Besser kann man so ein Verfahren nicht abschließen.“ Derweil wurden von der Personalverwaltung gegen sieben Führungskräfte Disziplinarmaßnahmen eingeleitet. „Und es kommen weitere dazu“, kündigt Uthemann an.  

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