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Klinikum: FDP und Bürgerliste sehen Konzept gescheitert

25.06.2007

Klinikum: FDP und Bürgerliste sehen Konzept gescheitert

Parteien/Politik Annette Littmann (FDP) im Gespräch mit Gaby Kolle 28.07.2006 © Foto: Andreas Wegener/RN

Mit dem Defizit von 10,9 Mio. Euro im Jahr 2006 steht das Klinikum Dortmund mehr denn je vor dem Offenbarungseid. «Die im Zukunftsabkommen 2004 für das Jahr 2008 anvisierte wirtschaftliche Konsolidierung ist in weite Ferne gerückt», so FDP und Bürgerliste. Nur eine grundlegende strukturelle und finanzielle Neuausrichtung könne das zweitgrößte deutsche kommunale Krankenhaus retten.

«Eine Großstadt wie Dortmund braucht ein Klinikum der Maximalversorgung», erklärt der stellv. Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste), im Hauptberuf Arzt. «Im Klinikum sind jedoch neben einer soliden finanziellen Perspektive auch strukturelle Veränderungen nötig», fordert Reinbold.

Für die Fraktion FDP/Bürgerliste ist auch ein Bettenabbau beim Klinikum kein Tabu. NRW hat mit 72,2 Betten auf 10 000 Einwohner mit die höchste Bettendichte in Deutschland (Bundesschnitt: 64,4 Betten). Nur der Stadtstaat Bremen liegt noch höher (88,7).

Die Belegschaft hat an der Konsolidierung des Haushalts bereits im Volumen von 10 Mio. Euro in fünf Jahren mitgewirkt. «Fraglich ist, ob das reicht», zweifelt die Fraktionsvorsitzende Dr. Annette Littmann (FDP/Foto) an den bereits ausgehandelten Einschnitten: «Jedenfalls hat es keinen Sinn, so weiterzumachen wie bisher und dem gescheiterten Zukunftsabkommen nur einen neuen Namen zu geben. Bereits 2004 gab es eine Bürgschaft von 46 Mio. Euro plus eine Patronatserklärung der Stadt in Höhe von rund 8 Mio. Euro. Das Geld ist in den Katakomben des Klinikums bereits versickert. Diese verfehlte Politik ist eng mit der heutigen Geschäftsführung verbunden», bilanziert Littmann.

Die Fraktion FDP/Bürgerliste hält den Ansatz von SPD und CDU, bei einem tragfähigen Konzept neues Eigenkapital von der Stadt ins Klinikum zu pumpen, für «Augenwischerei» (Littmann). «Auf Dauer kann es sich die Stadt nicht leisten, alle paar Jahre zweistellige Millionenbeträge zuzuschießen.»

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