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Kirchenmusik soll stärker kooperieren

13.06.2007

Im Süden Wie der MGV Harmonie Eichlinghofen planen nun auch die Kirchenmusiker im Dortmunder Süden, eine Notenbörse aufzubauen.

Die teuren Anschaffungskosten von Notensätzen müsste dann nur eine Gemeinde tragen, die anderen könnten die Noten ausleihen. Mehr Kooperationen soll es in der Kirchenmusik geben. Das war das Ergebnis eines Treffens der Kirchenmusiker und Pfarrer im Dortmunder Süden in Sölde.

Keine Konkurrenz

«Die Gemeinden sollten sich nicht als Konkurrenz empfinden, sondern auch gemeinsam arbeiten. Es macht keinen Sinn, einen Gospelworkshop in Aplerbeck anzubieten, wenn es schon einen in Berghofen gibt», so Superintendent Klaus Wortmann (Foto).

Besonders im Kinder- und Jugendbereich seien solche Kooperationen sinnvoll. Die Jugendarbeit soll im Kirchenkreis zudem forciert werden. «Wir müssen den Jugendlichen Perspektiven zeigen, auch im Repertoire auf sie zugehen oder Fahrten organisieren», betont Kreiskantorin Bettina Knorrek.

Trotzdem soll es weiter attraktive Angebote vor Ort geben. «Mit den Kirchenchören können wir vor Ort viele Menschen Ansprechen - besonders durch Konzerte», weiß die Kreiskantorin, die in ihrer Heimat Sölde schon eine Menge angestoßen hat. Ergänzt werden soll das Engagement in den Gemeinden von übergemeindlichen Projekten. 2008 sei wieder ein gemeinsames Chorprojekt des Kirchenkreises geplant, so Knorrek.

«Wir haben sehr gute Kirchenmusiker in unserem Kirchenkreis. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern müssen», so Wortmann. Weitere Einsparungen seien nicht geplant. «Es ist eher die Bereitschaft zu erkennen, aufzustocken», meint Bettina Knorrek. Dennoch müssten auch die kirchlichen Ensembles neue Ideen entwickeln, Sponsoren und Freundeskreise gewinnen. «Und durch Qualität überzeugen», so Knorrek.

Idealismus

Die Arbeit der fünf hauptamtlichen Kirchenmusiker im Kirchenkreis sei auch von Idealismus geprägt, «die Nebenamtlichen würden sich auch gerne mehr einsetzen. Das müssen wir unterstützen», meint die Kreiskantorin. Sie blickt optimistisch in die Zukunft: «Die Menschen wollen Musik und sie werden es merken, wenn sie nicht mehr da ist.» JG

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