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Kahlschlag im Oberkiefer

21.06.2007

Körperverletzung im weißen Kittel: Ein Dortmunder Zahnarzt (44) ist gestern vom Amtsgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Vorwurf klingt fast unglaublich: Der Dentist soll einer Patientin fünf Zähne aus dem Oberkiefer gezogen haben - ohne medizinischen Grund.

Im Prozess gab der Zahnarzt den Vorwurf gestern tatsächlich zu. Er habe gewusst, dass die Radikal-Behandlung falsch gewesen sei, es täte ihm leid. Doch was steckte hinter dem Kahlschlag im Kiefer? Wollte sich der Dentist unnötige Zahnersatzbehandlungen sichern? Keineswegs, wie im Prozess bekannt wurde. Die Patientin selbst soll den Arzt dazu gedrängt haben, sie endlich von ihren chronischen Schmerzen im Oberkiefer zu befreien. Dabei solle er auch nicht davor zurückschrecken, zur Zange zu greifen.

Ein Berufsverbot verhängte das Gericht gestern nicht. Wie es hieß, hat die Patientin bereits Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht.

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