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Gold - die sichere Bank?

Bankenkrise: Die Sparer sind verunsichert. Wer den Managern nicht traut, hebt sein Geld ab und hortet es in einem Strumpf unter dem Kopfkissen. Vielen Dortmundern ist das nicht genug. Sie investieren in Edelmetalle.

06.10.2008

"Die Nachfrage nach Gold ist gestiegen", weiß Claus Pfeiffer, Filialleiter im Leihhaus Grüne. Viele kommen zu den Versteigerungen und wollen nur eines: Gold - am liebsten in Form von kleinen Barren und Münzen. Pfeiffer: "Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine sichere Bank".

Das Kuriose: Die Leute kaufen das Edelmetall, obwohl der Preis derzeit sehr hoch ist. Die aktuelle Debatte um unsichere Konten verunsichert besonders Laien. "Die bekommen kalte Füße und legen ihr Geld lieber an.", so Pfeiffer. Manuel Alonso, Chef des gleichnamigen Leihhauses, liefert die Erklärung: "Gold ist sicher, und als Sachwert halten die Menschen damit etwas in der Hand." Auch er bemerkt den Zulauf bei seinen Versteigerungen.

Und eine andere Tendenz ist auszumachen: Menschen aus allen Schichten kommen ins Leihhaus, um Schmuck zu beleihen. Das hat ebenfalls mit der Bankenkrise zu tun: "Die Banken geben kleineren Kunden keine Kredite mehr. Denen bleibt nichts weiter übrig, als zu uns zu kommen."

Um Gold anzukaufen, gehen die Dortmunder zu den Versteigerungen, aber nicht ins Schmuckgeschäft. "Auf uns hat die Bankenkrise keine Auswirkungen", sagt Regina Gollan. In ihr Geschäft kommen die Kunden aus traditionellen Gründen: Sie wollen schönen Schmuck kaufen. Gerhard Rüschenbeck, Geschäftsführer beim Juwelier Rüschenbeck, beobachtet den Markt genau: "Bisher gibt es keinen Run auf unsere Goldwerte. Allerdings hat die heiße Phase erst begonnen."

Die Kunden Michelle Esken und Markus Kuliszewski lässt die Debatte kalt: "Wir wollen heiraten, deswegen haben wir gerade Goldringe gekauft." Dennis Werner

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