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Geriatrie-Patient legte Feuer im Hörder Hüttenhospital

HÖRDE Weil er nach einer Bein-Operation unbedingt das Krankenhaus verlassen und die Ärzte ihn aus wichtigen medizinischen Gründen daran hindern wollten, hat ein 62-jähriger Geriatrie-Patient am Donnerstagabend versucht, seine Entlassung zu erzwingen: Er legte ein Feuer.

von Von Peter Bandermann

, 02.10.2008
Geriatrie-Patient legte Feuer im Hörder Hüttenhospital

Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutz vor dem Hüttenhospital in Hörde.

Mehrere Streifen der Polizei und etliche Löschzuüge der Feuerwehr rasten zu dem Krankenhaus "Am Marksbach" in Hörde, wo das Stationspersonal bereits erste Maßnahmen getroffen hatte, um die Zahl der Verletzten so gering wie möglich zu halten. Die Feuerwehr löste das Personal bei den Löscharbeiten ab und musste 14 Patienten der Station aus dem verrauchten Gefahrenbereich im dritten Obergeschoss in Sicherheit bringen. Der Einsatz mitten in einem Wohngebiet verlief glimpflich: Die Feuerwehr konnte das brennende Bett schnell löschen. Der unter Demenz leidende Mann und zwei weitere Patienten erlitten eine Rauchgasvergiftung. Notärzte versorgten die Opfer. Ein Feuer zu legen war der zweite Versuch des 62-Jährigen, um aus dem Krankenhaus zu "entkommen". Beim ersten Versuch hatte er einen Feuermelder eingeschlagen und "nur" einen Fehlalarm ausgelöst.

Auf den zweiten Alarm reagierte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot, denn die auf den Rauch angesprungene Brandmeldeanlage wurden durch den 112-Notruf eines Mitarbeiters bestätigt: Während Stationspersonal das Feuer zu löschen versuchte, mobilisierte die Leitstelle über 70 Einsatzkräfte. "Krankenhaus-Einsätze sind besonders brenzlig, weil die Elektroinstallationen in den Zwischendecken unter Feuer besonders gefährliche Brandgase freisetzen. Gehbehinderte Patienten müssen wir deshalb schnellstens evakuieren. Dafür brauchen wir zwei Mann pro Person", begründete Jörg Grosser vom Lagedienst der Feuerwehr den Großeinsatz, der auch für viele Autofahrer sichtbar war: Reserverkräfte der Feuerwehr standen mit zahlreichen Fahrzeugen auf der Straße "An der Goymark" in Bereitschaft. Gegen 19.20 Uhr rückten die ersten Fahrzeuge wieder ab. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro.

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