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Geiselnahme soll Schauspiel gewesen sein

Prozessauftakt gegen 32-Jährigen nach stundenlangem Polizeieinsatz in der Braunstraße

06.06.2007

Die Anklageschrift skizziert eine Nerven zerreißende Geiselnahme. Doch höchstwahrscheinlich handelte es sich am Ende «nur» um eine schauspielerische Meisterleistung von Täter und Opfer. Vor dem Landgericht muss sich seit gestern ein 32-jähriger Dortmunder verantworten. Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns wirft ihm vor, am 11. September 2006 nachts vor einem Haus in der Braunstraße mehrere Stunden für Angst und Schrecken gesorgt zu haben. Nachdem Polizeibeamte kurz zuvor versucht hatten, gegen ihn und einen Bekannten einen Haftbefehl zu vollstrecken, soll er dem Bekannten plötzlich ein Messer an den Hals gehalten haben. Unter Drohungen soll er dann von den Polizisten gefordert haben, ihm Handfesseln und ein Fluchtauto zur Verfügung zu stellen. Erst nach mehr als vier Stunden beendeten Spezial-Einsatzkräfte die Aktion und befreiten das Opfer. Zum Prozessauftakt räumte der Dortmunder das Geschehen ein. Allerdings habe es sich dabei um eine mit seinem «Opfer» abgesprochene Aktion und somit «nur» vorgetäuschte Geiselnahme gehandelt. In der kommenden Woche will der Angeklagte dazu konkret aussagen. Dann soll auch sein «Opfer» als Zeuge befragt werden. wvb

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