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Einmischen erwünscht

Die IHK-Region ist auf einem guten Weg, befindet sich "auf der Sonnenseite".

03.12.2007

Einmischen erwünscht

<p>Beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer waren gestern IHK-Präsident Udo Dolezych, Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz (v.l.) dabei. Menne</p>

Dieses positive Fazit zog Montag Udo Dolezych, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) beim traditionellen Jahresempfang vor ca. 700 Gästen. Eine repräsentative IHK-Blitzumfrage bei den Unternehmen belege diese Aussage. Mehr als 90% der Befragten beurteilen ihre gegenwärtige Lage mit gut oder befriedigend. Weit mehr als die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass es so bleibt, und ein Viertel rechnet sogar mit einer weiteren Verbesserung.

Dolezych zeigte sich überzeugt, dass dieser positive Trend die Wirtschaft weiter beflügeln werde. Einen weiteren Grund für den Optimismus sieht er in den derzeitig glänzenden wirtschaftlichen Rahmendaten. Er warnte davor, durch düstere Prophezeiungen das positive Klima zu zerreden. "Gute Stimmung ist einer der wichtigsten Erfolgs-Parameter für die Wirtschaft, schlechte Stimmung lässt auch die hoffnungsvollsten Wachstumspflänzchen verkümmern."

Noch mehr Einfluss auf die Politik zu nehmen, fordern die Unternehmen von der IHK. Fast 40% der Befragten erwarten ein vermehrtes "Einmischen" in die Kommunal- und Regionalpolitik. Diesem Wunsch kam der IHK-Präsident gleich nach. So forderte er eine klare Positionierung der Politik zum Dortmund Airport. "Wenn ich mit Investoren aus dem Ausland rede, wissen Sie, was dann eine der ersten Fragen ist: Wo ist der nächste Flughafen?"

Darüber hinaus sollten die "unsachlichen Diskussionen" um Feinstäube und die damit verbundenen Umweltzonen beendet werden. Es würde häufig so getan, als würde alles schlimmer. Tatsache sei, dass die Staubgesamtemission in Dortmund von 1990 mit 3724 t pro Jahr auf heute 557 t gesunken seien.

Eine Lanze brach Dolezych für den Energiestandort "Westfälisches Ruhrgebiet". "Das jüngste Gemeinschaftskraftwerk Trianel in Hamm ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Planung für ein Steinkohlekraftwerk ein zweiter. Auch der Neubau eines 750-Megawatt-Kohlekraftwerkes im Lünener Stummhafen darf nicht gefährdet werden."

Wie gut die Region aufgestellt ist, bewiesen bei der Umfrage die Antworten auf die Fragen nach ihren Stärken. Gleich dreimal würden hier unter den ersten vier Faktoren die Menschen genannt. Hier stimmten die Mentalität, die Qualifikation und auch die Bevölkerungsdichte. Diese Einschätzung kommentierte der IHK-Präsident mit dem Satz "Die Menschen bei uns im westfälischen Ruhrgebiet sind unser bestes Kapital!"

Nachholbedarf sieht Dolezych noch beim Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Nur 30% der befragten Unternehmen haben bisher Kontakt zu einer Hochschule oder sonstigen wissenschaftlichen Einrichtung gesucht. Hier werde die IHK in ihrer Arbeit ansetzen, um noch bestehende Hürden beiseite zu räumen.

Der Präsident schloss seine Rede mit einer positiven Nachricht: Die IHK-Vollversammlung habe beschlossen, im zweiten Jahr in Folge den Umlagesatz bei den Beiträgen zu senken - ohne Einschränkung der Leistungen..

Weitere Fotos vom IHK-Empfang finden Sie unter www.RuhrNachrichten.de/dortmund

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