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Ein offener Brief an der Gruft soll für Ruhe sorgen

Müll auf dem Schürener Kommunalfriedhof

Der Kommunalfriedhof an der Niergartenstraße wird ein ums andere Mal von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. Die scheinen es aber mit der Friedhofsruhe nicht so genau zu nehmen.

Schüren

, 15.06.2018
Ein offener Brief an der Gruft soll für Ruhe sorgen

Der Brief soll die Jugendlichen darauf aufmerksam machen, mehr Rücksicht auf dem Friedhof in Schüren zu nehmen. © Jörg Bauerfeld

Das Eckchen auf dem Kommunalfriedhof in Schüren lädt gerade dazu ein, sich im Schutz von Hecken und Bäumen zu treffen. Und das machen Jugendlichen scheinbar auch ausgiebig. Sehr zum Ärger von Wilhelm Frosting.

Landen die Überbleibsel der nächtlichen Treffen immer wieder in der Umgebung der Familiengruft. Jetzt geht es dem Senior gar nicht einmal um die Treffen an sich, sondern um den Müll. „Wir haben früher auch viel Mist gemacht, aber auf einem Friedhof muss das doch nicht sein“, sagt Frosting.

Ein Brief an die Jugendlichen

Also versucht er es jetzt mit einer persönlichen Ansprache an die, die sich auf dem Friedhof treffen. In schriftlicher Form hat sich Frosting an die Jugendlichen gewandt und um ein wenig Rücksicht gebeten. Ob es fruchtet? „Ich kann es noch nicht sagen.“ Der Papierkorb, den er neben dem Schild platziert hat, hat Beine bekommen und ist nicht mehr auffindbar.

Aber was macht den teil des Friedhofes so attraktiv für nächtliche Treffen? Da ist einmal der Emscherweg, der direkt nebenan verläuft. Von hier gibt es einen Trampelpfad durch die Hecke. Unbemerkt können hier die Besucher das Gelände betreten. Dann kommt dazu, dass auf diesem Teil des Friedhofes viele Gräber schon abgeräumt sind.

Bänke sind zu leicht zu verstellen

Viel Rasen ist hier zu finden. Und dann, was die Sache sicher so attraktiv macht, sind die zahlreichen Bänke, die nicht fest verankert sind. „Hier stehen immer mehrere Bänke beieinander“, sagt Frosting. Zumindest die Sache mit den Bänken wäre doch abstellbar. Denn, wer braucht auf einem Friedhof schon Bänke, die sich hin und hertragen lassen?

Für die Friedhofsverwaltung ist das Problem auf dem Schürener Friedhof nichts Neues. „Ich weiß, dass sich unten an der Emscherecke gerne Jugendliche aufhalten“, sagt ein Sprecher der Friedhofsverwaltung. Auch der „wilde“ Weg ist bekannt. Zwar würden die Bänke dort immer wieder weggeholt, aber dann immer wieder dort hinbewegt.

Politik sucht nach einer Lösung

„Die Bänke können wir nicht wegnehmen, sonst bekommen wir Ärger mit der Bezirksvertretung. Und wenn die Bänke beweglich sind, können wir sie besser abholen, wenn eine Reparatur ansteht“, so die Aussage der Friedhofsverwaltung.

Also nichts zu machen? „Wir müssen schauen, dass wir eine Lösung hinbekommen“, sagt Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel. Und die könnte so aussehen, dass die Sitzbänke auf dem Schürener Friedhof eben doch einen festen Platz bekommen. Auf einem Betonsockel und mit Schrauben befestigt. „Das kann auch nicht viel mehr Arbeit machen, diese dann einmal abzutransportieren“, sagt Schädel. Vielleicht ist dann Schluss mit den nächtlichen Treffen – und wieder Ruhe.

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